Ufo weitet Eurowings-Streik auf Germanwings aus

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Offenbar so sehr, dass der Streik nun ausgeweitet wird.

Über den gesamten Donnerstag fallen etliche Flüge aus, von den üblicherweise über 500 Flügen seien rund 380 gestrichen worden, teilte Eurowings mit.

Die Gewerkschaft UFO hat für die kommende Woche zwei neue Streiktage angekündigt. "Wir legen uns da noch nicht fest", betonte er.

Die Airline Eurowings fordert unterdessen die Fortführung der Verhandlung. Das sagte Ufo-Vorstand Nicoley Baublies der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Unter den internationalen Destinationen fielen zum Beispiel Flüge von und nach Oslo, Wien, Budapest oder Barcelona den Streiks zum Opfer. An welchen Tagen und zu welchen Zeiten der Ausstand weitergehen solle, gab die Gewerkschaft noch nicht bekannt.

Von der deutschen Eurowings GmbH werden 23 Jets betrieben, bei Germanwings sind es 58. "Am Ende stehen bei beiden die gleichen Ziele und das gleiche Management dahinter", sagte Baublies. "Dass Eurowings uns mit einem Gehaltsplus von sieben Prozent entgegen gekommen sei, ist nur medial verbreitet worden". Ufo erklärt, diese Offerte niemals schriftlich erhalten zu haben.

Die Lufthansa-Tochter prüft wegen des 24-Stunden-Streiks auch den Gang zum Arbeitsgericht.

Die Airline informiert auf ihrer Webseite www.eurowings.com zum Status der Flüge, zu möglichen Reisealternativen und zu Umbuchungen und Stornierungen. Geplant war auch, Flugzeuge anderer Gesellschaften anzumieten, um Fluggäste aus Urlaubsgebieten zurückholen zu lassen.

Langstreckenflüge sollen bei Eurowings nicht betroffen sein. Denn nach aktueller Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs liegt im Fall eines Streiks höhere Gewalt vor. Der Personal-Geschäftsführer der Eurowings, Jörg Beißel spricht über Wachstum und Tariferhöhungen und sieht mit diesem Hintergrund große Chancen die Tarifkonflikte zu lösen und nicht auf dem Rücken der Passagiere auszutragen. In einem Schreiben auf der eigenen Homepage bat Ufo die betroffenen Passagiere um Verständnis. Man hätte gerne auf die Arbeitskampfmassnahmen verzichtet, weil man sich Passagieren und auch dem Arbeitgeber verbunden fühle. Gründe für die Streiks sind bei Eurowings die Gehälter und die Arbeitsbedingungen des Kabinenpersonals. Dabei gehe es "nicht um das Erkämpfen von Luxusprivilegien, sondern um die Frage, wie die enorme Belastung durch tarifliche Vereinbarungen abzufedern ist". Lediglich drei der 34 Germanwings-Maschinen heben am Donnerstag ab.

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