Streik bei Eurowings und Germanwings in Köln, Berlin und Hamburg

Einstellen Kommentar Drucken

380 von über 500 Flügen wurden bereits abgesagt. Düsseldorf wird von dem Arbeitskampf weit überdurchschnittlich betroffen sein: 180 der für Donnerstag in Düsseldorf geplanten 660 Flüge werden von der deutschen Eurowings GmbH und Germanwings durchgeführt - nur Air Berlin bietet noch mehr Verbindungen an.

Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.

Im Konflikt zwischen der Flugbegleitergewerkschaft Ufo und den Lufthansa-Billigtöchtern Eurowings und Germanwings verhärten sich die Fronten: Noch während ihres Streiks an mehreren deutschen Flughäfen, von dem am Donnerstag 40.000 Passagiere betroffen waren, drohte die Gewerkschaft mit zwei weiteren Streiktagen in der kommenden Woche. Die Eurowings war laut eigenen Angaben gezwungen 393 von insgesamt 551 geplanten Flügen abzusagen, die meisten davon auf innerdeutschen Routen und zu europäischen Zielen.

An welchen Tagen und Airports die Eurowings-Kabine in der kommenden Woche bestreikt werden soll, will die Ufo erst noch bekannt geben. Die grossen Lufthansa-Drehkreuze Frankfurt und München sind kaum in Mitleidenschaft gezogen. Insgesamt sind etwa 50.000 Passagiere betroffen.

Etwa ein Drittel aller Flüge am Flughafen Stuttgart werden von Germanwings durchgeführt, gab die Flughafengesellschaft bekannt. Auch die Verbindungen Düsseldorf-Genf und Düsseldorf-Basel am frühen Abend sind noch unter den stattfindenden Flügen. Eurowings hat den Kunden kostenlose Umbuchungen und Stornierungen angeboten und einen Sonderflugplan veröffentlicht. Geplant ist auch, Flugzeuge anderer Gesellschaften anzumieten, um Fluggäste aus Urlaubsgebieten zurückholen zu lassen.

Langstreckenflüge sollen bei Eurowings nicht betroffen sein. Germanwings habe am Mittwoch in der letzten Verhandlungsrunde erstmals einen Vorschlag vorgelegt.

Köln/Düsseldorf - Der Streik bei Eurowings trifft auch die Flughäfen in Nordrhein-Westfalen. Von 0:00 bis 24:00 Uhr kommt es beim Kabinenpersonal der Fluggesellschaften an mehreren deutschen Flughäfen zu Arbeitsniederlegungen.

Bei Germanwings seien die Tarifgespräche zum Teilzeittarifvertrag gescheitert, so die Gewerkschaft Ufo. Man hätte gerne auf die Arbeitskampfmaßnahmen verzichtet, weil man sich Passagieren und auch dem Arbeitgeber verbunden fühle.

Ufo-Vorstandsmitglied Nicoley Baublies verteidigte am Donnerstagmorgen im Morgenmagazin des ZDF den Streik. Lufthansa behauptet, man habe den Düsseldorfer Flugbegleitern unter anderem ein Gehaltsplus von sieben Prozent angeboten.

Comments