Rente: Rentenversicherung Bund gibt Prognose für 2017 ab

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Reimann erwartete bis 2021 ein stabiles Rentenniveau und auch stabile Beiträge.

Der Sozialverband Deutschland (SoVD) erklärte mit Blick auf den Rentenanstieg 2017, es sei "nur gerecht, wenn die Rentnerinnen und Rentner zu spüren bekommen, dass es der Rentenversicherung gut geht".

Mit 4,25 Prozent im Westen und 5,95 Prozent im Osten waren sie Mitte des Jahres so stark gestiegen wie seit 23 Jahren nicht mehr. Die genauen Anpassungssätze stünden erst im Frühjahr nächsten Jahres fest, wenn etwa gesicherte Daten zur Lohnentwicklung vorlägen, sagte Reimann. Hintergründe zur neuen Prognose der Rentenversicherung. Davor lag sie bei 47,8 Prozent.

Für den "Eckrentner" - der 45 Jahre eingezahlt hat und jeweils einen Durchschnittsverdienst vorweisen konnte - beträgt das Rentenniveau 48Prozent. Im Jahresvergleich sind Waren und Dienstleistungen aber nur um 0,8 Prozent teurer geworden. Im Klartext: Die Renten werden auf längere Sicht langsamer steigen als die Löhne. So stiegen die Verbraucherpreise seit 2007 um gut zwölf Prozent.

Insgesamt entwickeln sich die Rentenfinanzen weiterhin günstiger als vorhergesagt; und das, obwohl die Mütterrente mit sechseinhalb Milliarden Euro und die abschlagsfreie Rente mit 63 mit weiteren zwei Milliarden jährlich ausgabensteigernd zu Buche schlagen. Davor lag sie bei 47,8 Prozent.

Nachdem Sonderfaktoren in diesem Jahr zu einer kräftigen Rentenanpassung geführt haben, unterstellt die Rentenversicherung für 2017 nur moderate Anpassungen um 1,5 bis zwei Prozent. Arbeits- und Sozialministerin Andrea Nahles (SPD) habe richtigerweise Haltlinien für Rentenniveau und Beitragshöhe eingefordert (VersicherungsJournal 2.11.2016). So könne der Anstieg der Rentenbeiträge bis 2040 gebremst werden und falle um 6 Prozentpunkte geringer aus als ohne die Reformen.

Würzburg (dpa) - Die Rentner können im kommenden Jahr mit einem Plus von bis zu 2,0 Prozent rechnen - im Osten wieder ein bisschen mehr als im Westen.

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. Danach allerdings sind deutliche Anhebungen abzusehen, denn das dicke Finanzpolster der Rentenversicherung schmilzt. Auch die Bundesbank fordere solche "Strafzinsen", was letztlich wieder dem Bundesfinanzminister zugutekomme, sagte der DRV-Präsident. Für Bezieher von Riester-Renten und Betriebsrenten sollen künftig 100 Euro anrechnungsfrei bleiben, auch wenn die Senioren Sozialhilfe beziehen. Allerdings waren die damaligen Erhöhungen auch auf Einmaleffekte in der Rentenentwicklung durch eine Umstellung der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung zurückzuführen. Schon jetzt müsste der Beitragssatz bei 20,3 Prozent statt aktuell 18,7 Prozent liegen, hätte der Gesetzgeber nicht eingegriffen, rechnete der GDV-Präsident vor: "Die Rentenreformen sind besser als ihr Ruf", meinte er. Damit ist die gesetzliche Obergrenze für die Rücklage sogar überschritten. Reimann hält dies für "dringend erforderlich, um das Vertrauen der Menschen in die staatliche Alterssicherung zu erhalten".

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