Vogelgrippe 2016: Ab Dienstag Stallpflicht für Geflügel in NRW

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Zum Schutz vor der Vogelgrippe hat das hessische Umweltministerium für bestimmte Risikogebiete vorsorglich Stallpflicht für Geflügel angeordnet.

Um die weitere Ausbreitung des Vogelgrippevirus einzudämmen, darf sich Hausgeflügel ab Mittwoch nicht mehr im Freien aufhalten. Wo sich das nicht einhalten lasse, müssten die Tiere zumindest in Stallsystemen mit einem dichten Dach und seitlichen Begrenzungen untergebracht werden. Bei Geflügelhaltungen sind die Halterinnen und Halter zudem verpflichtet, Aufzeichnungen zu auffälligen Tieren und besonderen Krankheitssymptomen zu machen.

Für eine Ansteckung in Schweizer Geflügelbetrieben gibt es laut BLV derzeit keine Hinweise. Das Virus ist nach heutigen Erkenntnissen nicht auf Menschen übertragbar.

In den vergangenen Wochen wurden im mehreren Bundesländern, aber auch in Polen und der Schweiz, mehrere tote Wildvögel entdeckt, die am Virus H5N8 verendet waren. Über das Wochenende kamen zwei Funde am Genfersee hinzu.

Bei den Fällen am Bodensee sprechen sich die betroffenen Länder Deutschland, Schweiz und Österreich in der Lagebeurteilung und bei den Massnahmen ab.

Für den Geflügelzüchter Linus Jegge aus Oeschgen wäre es ein Graus, wenn er seine Steinbacher Kampfgänse in einen Stall einpferchen müsste: "Sie verbringen ihre Zeit von morgens bis abends unter freiem Himmel und würden sich vor lauter Stress Bisswunden im engen Stall zufügen", befürchtet er.

Der Bund weitet die Schutzmassnahmen gegen ein weiteres Ausbreiten der Vogelgrippe aus. Das nationale Referenzlabor, das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI), wies am Samstag den hochpathogenen Erreger H5N8 nach.

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