Acht Fälle der ansteckenden Vogelgrippe-Variante bestätigt

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Das hat nicht nur für Geflügelhalter Auswirkungen.

Bei der toten Seeschwalbe, die am vergangenen Freitag in Breitbrunn am Ammersee aufgefunden wurde, konnte die hochansteckende Form der Vogelgrippe H5N8 festgestellt werden, teilt das Landratsamt in Starnberg mit. Betroffen davon sind im Landkreis Landsberg die Gemeinden Eching, Greifenberg, Schondorf, der Windacher Ortsteil Hechenwang, Utting, sowie Dießen.

Die Kreisbehörde hat dazu eine entsprechende Allgemeinverfügung veröffentlicht, die auf www.landkreis-landsberg.de abrufbar ist. Bislang sind die Landkreise Lindau und Starnberg betroffen - alle acht Tiere in Bayern waren Wildvögel. Ob es zu einer Ausdehnung der Stallpflicht kommt, könne laut Müller im Moment nicht vorhergesagt werden, da die Seuchenlage anhand der Fallzahlen immer wieder neu bewertet werden müsse. Die Stallhaltung werde jedoch "aus Vorsorgegründen" für den gesamten Landkreis empfohlen.

Tote Wasservögel nicht anfassen, sondern das Landratsamt über den Fund (Telefon 08191/129-1374) informieren. Die Vögel werden dann von Mitarbeitern des Veterinäramtes oder der Feuerwehr fachmännisch geborgen und zur Analyse an ein Labor versandt.

Das Landratsamt Lindau hatte nach dem Auftreten der Geflügelpest die Bürger gebeten, tote Tiere umgehend beim Veterinäramt zu melden und diese nicht zu berühren - auch nicht mit dem Schuh.

Katzenhalter, die nah am Uferbereich wohnen, wird empfohlen, die Tiere nicht frei laufen zu lassen.

Der Verzehr von Geflügelfleisch, Eiern und sonstigen Geflügelprodukten ist unbedenklich. Selbst bei einer Infektion von Hausgeflügelbeständen ist für den Verbraucher keine Gefahr zu erwarten, weil das Virus bereits bei 70° Celsius - und damit bei der üblichen küchenmäßigen Zubereitung - sicher abgetötet wird.

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