O2/E-Plus: Telefonica-Chef Thorsten Dirks tritt zurück

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In der heutigen Sitzung hat der Aufsichtsrat der Telefónica Deutschland Holding AG auf Wunsch von Thorsten Dirks einer vorzeitigen Auflösung seines Vertrags zugestimmt. Ein Nachfolger wird gesucht. Aufsichtsratschefin Eva Castillo Sanz sprach von einer "erfolgreichen Weiterentwicklung" unter Dirks. Wie einvernehmlich vereinbart, scheidet Thorsten Dirks somit zum Ende des 1. Quartal 2017 aus dem Unternehmen aus. Nach seinem maßgeblichen Beitrag zur erfolgreichen Integration und Transformation des Unternehmens und auf Basis einer starken Unternehmensposition und -strategie will sich Thorsten Dirks im Jahresverlauf 2017 neuen Herausforderungen stellen. Das Kontrollgremium will sich unverzüglich mit der Nachfolge befassen und hierzu zeitnah informieren. Damit war auch der ehemalige E-Plus-Chef Dirks an die Spitze des vom spanischen Telefonica-Konzern kontrollierten Münchener Unternehmens gerückt. Er ist derzeit auch Präsident des Digitalverbandes Bitkom. Die Spanier halten gut 63 Prozent der Aktien, der niederländischen KPN als ehemaliger E-Plus-Mutter gehören noch rund 15,5 Prozent.

Durch das Zusammenlegen der Netze von E-Plus und O2 konnte das Unternehmen doppelt vorhandene Sendeanlagen abbauen.

Bis ein neuer Vorstandsvorsitzender gefunden ist, soll das Unternehmen in Deutschland kommissarisch von der Finanzchefin Rachel Empey geführt werden.

Harter WettbewerbBeim Umsatz steht das Unternehmen im harten Wettbewerb auf dem deutschen Mobilfunkmarkt weiter unter Druck: Durch die erhöhten Abschreibungen aus der Fusion schreibt man seitdem fast durchweg rote Zahlen. Zusätzlich kam es durch die Zusammenlegung der beiden Konzerne zu Problemen bei der Kundenhotline und der Netzabdeckung, sodass Kunden teilweise nicht erreichbar sind oder Telefongespräche einfach abbrechen.

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