Es gibt immer mehr Anzeichen für eine Kandidatur Merkel

Einstellen Kommentar Drucken

Nach Ansicht des CDU-Außenpolitikers Norbert Röttgen wird sie für eine vierte Amtszeit kandidieren.

Der CNN-Moderator sagt in dem kurzen Interview mit Röttgen, Merkel werde von vielen als diejenige gesehen, die die freiheitliche Weltordnung aufrecht erhalte. Warum prescht Röttgen jetzt vor, obwohl sich Merkel zu ihrer möglichen Kandidatur noch bedeckt hält? Und doch verkündet der CDU-Mann im US-Sender CNN im Brustton der Überzeugung, dass Merkel wieder antrete. Merkel sei "ein Eckpfeiler des politischen Konzepts des Westens" Sie agiere als Global Player. "Also wird sie antreten und wie ein verantwortlicher Führer handeln", sagte der Chef des Auswärtigen Ausschusses.

Für Angela Merkel wäre es die 4. Amtszeit.

Das Dementi von Regierungssprecher Steffen Seibert folgte umgehend: "Die Kanzlerin wird sich zu der Frage zum geeigneten Zeitpunkt äußern - wie bereits mehrfach gesagt".

Röttgen allerdings hatte lediglich wiederholt, was in der Union bereits seit Monaten als sicher gilt und was führende Parteivertreter seit dem Sommer so sagen - die CDU-Vizechefin Julia Klöckner zum Beispiel im September: "Angela Merkel wird wieder antreten". Spitzenkandidatur? Wann erklärt sie sich endlich? Merkel sei absolut entschlossen und willens, die liberale Ordnung zu stärken. Denkbar wäre, dass sie ihre Entscheidung bei der CDU-Vorstandsklausur am kommenden Sonntag bekanntgibt - oder aber beim CDU-Parteitag im Dezember in Essen, wo mehr als 1000 Delegierte erwartet werden. Sie wird nicht Norbert Röttgen als Herold einsetzen. Auf die Frage nach ihrer Kanzler-Präferenz nannten im aktuellen Stern-RTL-Wahltrend 48 Prozent Merkel und nur 15 Prozent Gabriel. Der Mann, den die Kanzlerin 2012 als Bundesumweltminister entlassen hatte. Dazu kam der Streit mit der Schwesterpartei CSU, die sich öffentlich von der CDU-Chefin distanzierte und auf Konfrontationskurs ging.

Comments