Positiv zusammenleben! Heute ist Welt-Aids-Tag

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Seit dem Sommer dieses Jahres ist Truvada® nicht nur zur Therapie der HIV-1-Infektion und zur "Post-Expositionsprophylaxe" (PEP) nach einem Kontakt mit eventuell HIV-kontaminierten Körperflüssigkeiten zugelassen, sondern auch für die Vorbeugung: Die antiretrovirale Fixkombination aus Emtricitabin und Tenofovir kann zur Prä-Expositionsprophylaxe (PrEP) verordnet werden, um Menschen vor einer HIV-Infektion zu schützen.

Die Gruppe der Menschen, für die die PrEP in Frage kommt - laut den Verbänden vor allem schwule und bisexuelle Männer mit häufigen ungeschützten sexuellen Kontakten - sei überschaubar. Es gibt aber auch gute Nachrichten: So wurden etwa in der Prävention der Mutter-Kind-Übertragung von HIV erhebliche Fortschritte erzielt. Etwa 3200 Menschen haben sich nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) im vergangenen Jahr neu in Deutschland mit HIV angesteckt. "Eine HIV-Infektion kann man niemandem ansehen", schreibt dazu die BZgA.

In New York gedachten UN-Generalsekretär Ban Ki Moon und der Direktor des UN-Programms zum Kampf gegen HIV und Aids, Michel Sidibé, in einer Schweigeminute der 35 Millionen an Aids gestorbenen Menschen. Gerade deswegen solltest du den Welt-Aids-Tag am 1. Dezember auf dem Schirm haben.

"Das ist eine positive Nachricht, aber andererseits ist der ausbleibende Rückgang ein Beleg dafür, dass die HIV-Präventionsstrategie der Bundesregierung weiterhin konsequent umgesetzt werden muss", unterstreicht Dr. Im Jahr 2015 starben 41 000 junge Menschen zwischen 10 und 19 Jahren an der Krankheit.

Von rund 85 000 HIV-Infizierten wissen geschätzte 13 000 nichts von ihrer Infektion.

Am heutigen Tag wird weltweit zum 29. "Aufklärung und Sensibilisierung sind auch deshalb notwendig, da mehr als 90 Prozent der Neuinfektionen auf dem Sexualwege zustande kommen und vielfach Menschen betrifft, die vorher noch nie einen HIV-Test gemacht haben", appelliert die Landesrätin daran, aufmerksam zu sein und AIDS keine Chance zu geben. Zwar haben die meisten von ihnen dank moderner Medikamente eine fast normale Lebenserwartung. Sie werden oft zu spät diagnostiziert und behandelt.

In diesem Jahr hat die Göttinger Aids-Hilfe einen besonderen Arbeitsschwerpunkt entwickelt: Workshops für geflüchtete Menschen. Weniger Angst vorm Virus, dafür aber steigende Zahlen der Neu-Infektionen.

Eine AIDS-Welle breitet sich unerkannt in den besonders gefährdeten Risikogruppen Madagaskars aus, doch zu selten unterziehen sich die Betroffenen einem AIDS-Test. Die Krankheit Aids ist daher lebensbedrohlich.

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