Mutmaßlicher U-Bahn-Treter von Berlin in Untersuchungshaft

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Der seit Tagen gesuchte mutmaßliche Berliner U-Bahn-Treter sitzt in Untersuchungshaft.

"Es hat uns gefreut, dass wir helfen durften", sagte Thomas Simmroß, Kriminaldirektor im Landeskriminalamt (LKA), am Montag.

Nach einem Tipp schnappte ihn die Polizei am Zentralen Omnibusbahnhof in Charlottenburg. Der zur Fahndung ausgeschriebene Svetoslav S. aus Bulgarien soll eine Frau ohne erkennbaren Grund mit einem Tritt in den Rücken auf einer Treppe zum Sturz gebracht und verletzt haben. Passanten kamen der Frau, die sich einen Arm brach, zu Hilfe.

Bislang wurde über die Ergebnisse der Verhöre von Svetolslav S. nur bekannt, dass sich der Verdächtige zu den Vorwürfen geäußert habe. Die Strafverfolgungsbehörden ermitteln gegen den Siebenundzwanzigjährigen wegen gefährlicher Körperverletzung. Man wolle da weitere Ermittlungsergebnisse abwarten, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft dem RBB-Inforadio. Es werde auch ein Tötungsdelikt geprüft, erklärte die Staatsanwaltschaft. Mithilfe eines Hinweises aus der Bevölkerung konnte einer von ihnen schon in der vergangenen Woche identifiziert werden. Andere Methoden und Techniken hatten die Polizei bis dahin nicht auf die Spur des Täters und der Begleiter geführt.

Schnell verbreitete sich das Video im Netz, ganz Deutschland war entsetzt über die hinterhältige Attacke. Er erntet für seine Aktion allerdings auch Kritik. Es gab zudem Berichte, er sei ins Ausland geflüchtet. Der Fall zeige auch, dass die klassischen Ermittlungsmethoden "richtig gewählt und ausreichend gewesen" seien, hieß es in der "Bild am Sonntag" weiter.

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