Norovirus: Das sind typische Symptome und so können Sie sich schützen

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Besonders in Kitas grassiert das aggressive Magen-Darm-Virus. Wie kann man sich schützen?

Die leidige Saison der Noroviren hat deutlich früher und heftiger begonnen als in den Vorjahren, berichtet das Robert Koch-Institut (RKI). Im November wurden bundesweit insgesamt mehr als 14.500 bestätigte Fälle des hochansteckenden Brechdurchfalls registriert, wie das RKI in seinem aktuellen Epidemiologischen Bulletin mitteilte. Der beste Schutz gegen die Magen-Darm-Erkrankung ist Hygiene.

Was ist das für ein Erreger?

Das sind die häufigsten Magen-Darm-Erreger Woran erkennt man Noroviren? Besonders häufig betroffen sind Kinder unter fünf Jahren und Ältere über 70 Jahre. Die größte Ansteckungsgefahr besteht in Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindergärten, Schulen oder Seniorenheimen. Die seltenen tödlichen Verläufe betreffen überwiegend Kleinkinder und alte Menschen.

Wann tritt das Norovirus auf? Die Infektion löst schwallartiges heftiges Erbrechen und starke Durchfälle aus, die zu einem erheblichen Flüssigkeitsmangel führen können. Zwischen Oktober und März sind sie aber besonders weit verbreitet.

Wie wird das Virus übertragen? Dazu zählen verschmutzte Waschbecken, Türgriffe oder Toilettenbecken - aber auch eine Computertastatur oder ein Wasserglas. Infektionen können aber auch von kontaminierten Lebensmitteln wie Salaten, Krabben oder Muscheln sowie von verunreinigtem Wasser ausgehen. Laut Gesundheitsexperten bricht die Erkrankung nach der Ansteckung meist schnell aus, in der Regel zwischen sechs Stunden und zwei bis maximal drei Tagen. Die Betroffenen leiden unter Bauchschmerzen, Übelkeit, Kopf- und Muskelschmerzen. Nach etwa zwölf Stunden bis zwei Tagen klingen die Symptome wieder ab.

Die hoch infektiösen Noro-Viren, gegen die es bislang keine Impfung gibt, werden über den Stuhl der Menschen ausgeschieden. Vor allem ist wichtig, dass der zum Teil erhebliche Flüssigkeitsverlust ausgeglichen wird. Erkrankte sollten reichlich trinken, zur Not muss die Flüssigkeit löffelweise verabreicht werden.

Elektrolytpräparate aus der Apotheke können dem Körper zudem die verloren gegangenen Mineralien wieder zuführen. Wer es schafft, etwas bei sich zu behalten, sollte es mit Zwieback, Salzstangen, trockenem Brot und leichten Suppen versuchen. Unter Umständen kann ein Medikament verabreicht werden, das Übelkeit und starkes Erbrechen unterdrückt. Außerdem ist es sinnvoll, die Toilette, das Waschbecken, Türgriffe und auch Böden nach dem Benutzen mit Einwegtüchern zu reinigen. Die Wischtücher - am besten Einmaltücher - werden anschließend entsorgt.

Häufiges Händewaschen ist auch dann oberstes Gebot, wenn ein Familienmitglied am Norovirus erkrankt ist.

Geschirr kann wie üblich gereinigt werden.

Handtücher und Kleidung des Kranken sollten bei hohen Temperaturen gewaschen werden, um die Viren abzutöten.

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