Norovirus: Wie kann ich mich vor einer Infektion schützen?

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Das veröffentlichte das Robert Koch-Institut (RKI) in seinem aktuellen Epidemiologischen Bulletin.

In den Vorjahren wurden im gleichen Zeitraum jeweils zwischen 6.131 und 10.884 Fälle übermittelt. "Das RKI hält aber als Ursache das Auftreten eines neuen Untertyps des Virus für möglich".

Der frühe steile Anstieg bei der Zahl der Erkrankungsfälle - insbesondere in Häufungen - könnte nach Einschätzung des Landesamts für Verbraucherschutz auf eine bevorstehende starke Norovirus-Saison hindeuten.

"Der Grund für die vermehrten Ansteckungen mit dem Norovirus ist nicht eindeutig geklärt", sagt Peter Rupprecht von der IKK. Deshalb gibt es immer wieder akute Ausbrüche in Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindergärten, Schulen, Krankenhäusern und Altenheimen.

Die Viren werden am häufigsten durch direkten Kontakt zu Erkrankten und dabei vor allem über den Stuhl und Erbrochenes übertragen. Auch verschmutzte Waschbecken, Türgriffe oder Toilettenbecken sind potenzielle Übertragungsquellen.

Zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit vergehen sechs bis 50 Stunden.

Durchfall, Übelkeit, schwallartiges Erbrechen: In den vergangenen Wochen haben sich ziemlich viele Menschen mit Noroviren infiziert. Die Betroffenen leiden unter Bauchschmerzen, Übelkeit, Kopf- und Muskelschmerzen und fühlen sich völlig matt. Fieber tritt selten auf.

SymptomeDas Virus hat eine Inkubationszeit von zwölf bis 48 Stunden.

Häufiges und sorgfältiges Händewaschen bieten den wirksamsten Schutz vor einer Infektion.

Unbedingt auch dann noch zu Hause bleiben, wenn die Symptome nachgelassen haben. Außerdem ist es sinnvoll, die Toilette, das Waschbecken, Türgriffe und auch Böden nach dem Benutzen mit Einwegtüchern zu reinigen.

Handtücher sollten regelmäßig gereinigt und nicht von mehreren Personen benutzt werden.

Handtücher und Kleidung des Kranken sollten bei hohen Temperaturen gewaschen werden, um die Viren abzutöten. Wer eine erkrankte Person betreut, trägt am besten Einweghandschuhe und entsorgt diese mehrmals am Tag. BehandlungEin Medikament gegen das Norovirus gibt es nicht.

Elektrolytpräparate aus der Apotheke können dem Körper zudem die verloren gegangenen Mineralien wieder zuführen. Wer etwas essen kann, sollte auf leicht verdauliche Lebensmittel zurückgreifen. Daher sollten Betroffene nicht gleich wieder arbeiten gehen, sondern mindestens zwei Tage nach Abklingen der Symptome noch zu Hause bleiben. Auch auf die Toilettenhygiene achtet man am besten weiterhin. Das Risiko für einen schweren Verlauf ist besonders bei Kindern unter fünf Jahren und Menschen jenseits der 70 erhöht. Bevor man einen Patienten ins Krankenhaus bringt, soltle man dort anrufen.

In Schleswig- Holstein haben sich im November ungewöhnlich viele Menschen mit dem Norovirus infiziert.

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