NABU stellt Anzeige gegen Unbekannt in Vogelgrippe-Fällen

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Der NABU sieht einen Zusammenhang zwischen den jüngsten Vogelgrippe-Fällen im Kreis Wesel und Kleve und illegaler Jagdpraktiken. Einen dieser sogenannten Luderplätze fanden sie am östlichen Ende der Haffenschen Landwehr in einem Gebüsch. Auch im Kreis Kleve soll es solche Funde an illegalen Futterstellen gegeben haben. In der Vergangenheit sei dort auch die Ablage geschossenen Wassergeflügels beobachtet worden. Ein Mitglied des Naturschutzbundes hatte am Reeser Meer und in einigen Bereichen des Kreises Wesel wie an der Bislicher Insel illegale Futterstellen für Füchse, so genannte "Luderplätze" mit tierischen Abfällen entdeckt, die sie für Schlachtabfälle halten.

Laut Nabu könnten diese der Auslöser für die Vogelseuche sein. Genau in diesem Bereich wurden in den vergangenen sechs Wochen drei tote Greifvögel aufgefunden, die mit dem Vogelgrippevirus H5N8 infiziert waren.

Der NABU NRW vermutet, dass infiziertes Hausgeflügel auf solchen Plätzen entsorgt worden ist und von den Greifvögeln als Aasfresser aufgenommen wurde. An das Umweltministerium richtete er die Forderung, die Anlage und den Betrieb von Luderplätzen sofort zu verbieten.

Luderplätze seien nicht grundsätzlich verboten, so der zuständige Hegeringleiter Dr. Das bestätigte nun der Kreis Kleve auf Nachfrage der NRZ.

Außerdem, so der Nabu weiter, seien beim letzten Vogelgrippeausbruch vor drei Jahren zahlreiche Kotproben von Wildgänsen auf den Feldern eingesammelt worden.

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