Frankfurt: Tausende Kurden demonstrieren

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Weitere Links zum Thema Kurdenvertreter hatten auf die Ausweitung der Verbote mit scharfer Kritik reagiert und erklärt, das Verbot der Symbole der kurdischen Befreiungsbewegung komme "einem Verbot der kurdischen Identität gleich". Unter dem Motto "Nein zur Diktatur - Ja zu Demokratie und Freiheit" wandten sich die Teilnehmer gegen das vom türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan und seiner AKP-Partei initiierte Referendum für eine Verfassungsreform. Insgesamt verlief die Demonstration jedoch friedlich. Demonstranten zeigten auch Fahnen mit dem Porträt von Abdullah Öcalan, dem in der Türkei inhaftierten Anführer der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK, und skandierten Sprechchöre wie "Es lebe der Widerstand des kurdischen Volkes". Nach Angaben der Polizei wurde auf eine Beschlagnahmung von Fahnen und Schildern mit verbotenen Symbolen und Abbildungen des Chefs der verbotenen Kurdenpartei PKK, Öczalan, verzichtet, um einen friedlichen Ablauf zu gewährleisten.

Zur zentralen Kundgebung rechnen die Veranstalter mit bis zu 20.000 Teilnehmern. Man habe aber Beweise für eine mögliche spätere Strafverfolgung gesichert.

Das Bundesinnenministerium hatte erst vor wenigen Tagen eine neue Verbotsliste an die Länder verschickt.

In Frankfurt haben tausende Kurden gegen den türkischen Präsidenten Erdogan protestiert. Insbesondere bemängelt wurde das Verbot, Porträts von PKK-Chef Öcalan öffentlich zu zeigen. Die Bundesregierung wies diese Vorwürfe als "abwegig" zurück. Auch die Türkei und andere europäischen Staaten sowie die USA stufen die PKK so ein. Am 16. April sollen die Türken darüber abstimmen.

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