Gaffer stehen ab Dienstag vor Gericht

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Nach einem schweren Verkehrsunfall kommt es am Unfallort zu Handgreiflichkeiten zwischen mutmaßlichen Gaffern und der Polizei. Sein jüngerer Bruder (20) soll einem Feuerwehrmann, der dem Polizisten zur Hilfe eilte, in den Rücken getreten und ins Gesicht geschlagen haben. Zwei Menschen starben, mehrere wurden verletzt.

Bei dem Unfall war am 5. Juli 2015 ein Auto frontal in eine Eisdiele gerast.

Der Prozess müsse an ein anderes Amtsgericht abgegeben werden, da in Bremervörde kein faires Verfahren zu erwarten sei.

Bremervörde - Der Prozess gegen die Gaffer im sogenannten "Pinocchio-Prozess" ist erneut unterbrochen worden. Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte kann mit bis zu drei Jahren Haft geahndet werden.

Vor dem Eiscafé hatten sich am 5. Juli 2015 nach dem Unfall zahlreiche Schaulustige versammelt. Einer von ihnen wollte damals laut Anklage im abgesperrten Bereich Aufnahmen mit einem Handy machen, als gerade die Opfer weggetragen wurden. Er habe sich zudem "heftigst und wie von Sinnen gewehrt", so die Staatsanwältin.

Am Dienstag wurde das Verfahren nach kurzer Verhandlung zunächst ausgesetzt, wie die Gerichtssprecherin in Stade mitteilte.

Die Frau habe sich der fahrlässigen Tötung, der fahrlässigen Körperverletzung und der fahrlässigen Straßenverkehrsgefährdung schuldig gemacht, urteilte am Mittwoch das Amtsgericht Bremervörde. Auch der Eisdielen-Betreiber war bei dem Unfall verletzt worden.

Der Prozess soll nun am 14. März fortgesetzt werden.

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