Milliardenverlust für Nord/LB-Tochter BLB

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Wie sich der höhere Verlust in Bremen auf die Ertragsrechnung konkret auswirkt, wollte ein Nord/LB-Sprecher nicht sagen.

Die BLB war wegen fauler Schiffskredite in Schieflage geraten.

Nach einer aktuellen Schätzung des Vorstands der BLB beläuft sich der Verlust für das Geschäftsjahr 2016 auf rund 1,4 Milliarden Euro vor Steuern. Diese Risikovorsorge liege nunmehr bei 1,6 Mrd. Zuletzt war man von einem Verlust im hohen dreistelligen Millionenbereich ausgegangen.

Im Zuge der Übernahme wurde zwischen der NORD/LB und der BLB ein Beherrschungsvertrag abgeschlossen, der die NORD/LB zum Ausgleich etwaiger Jahresfehlbeträge der BLB ab dem Geschäftsjahr 2017 verpflichtet, soweit diese nicht nach Entscheidung der Trägerversammlung der BLB durch eine Entnahme aus den anderen Gewinnrücklagen ausgeglichen werden. Euro einsteigt. Schuld daran sei die gestiegene Risikovorsorge im Schiffskreditportfolio. Um die Kredite gegen mögliche Ausfälle abzusichern, erhöhte die BLB die Rücklagen von rund einer Milliarde auf 1,6 Milliarden Euro. Die Nord/LB plant derzeit eine Kapitalerhöhung für die Bremer Landesbank sowie weitere Maßnahmen zur Stabilisierung der Kapitalquote. Wie hoch die Kapitalspritze ausfallen muss, ließen BLB und NordLB am Freitag offen. Die Bank will ihre Bilanz 2016 am 6. April vorlegen.

Die Nord/LB leidet seit Jahren unter ihrem gewaltigen Bestand an Schiffskrediten, von denen ein beträchtlicher Teil nicht mehr vertragsgemäß verzinst und getilgt wird. Die Institute kämpfen mit den Folgen der Krise in der Schifffahrt. Bei den jetzt vorgelegten Zahlen der BLB wird deutlich, warum. Schon im November warnte die NordLB, dass sie für 2016 mit einem Verlust von über einer Milliarde Euro rechne.

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