Zwangsräumung eskaliert - Brand, Schüsse und ein Toter

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Er schießt auf einen Mitarbeiter des Ordnungsamtes und stürzt bei der Flucht in die Tiefe.

Tübingen:Zwangsräumung eskaliert: Mann zündet wohl Haus an, gibt Schuss ab, stürzt vom Balkon und stirbtEin Brand in der Biesingerstraße (Bereich Neckarhalde, südliche Weststadt) hat am Montag für Aufsehen gesorgt. Zuvor hat der Mann den Angaben zufolge von dem Balkon aus mit einer Pistole auf einen Ordnungsamtsmitarbeiter geschossen. Ob der Bewohner das Gebäude selbst in Brand gesetzt hat, musste noch geklärt werden. Der städtische Angestellte blieb unverletzt, der Schuss verfehlte ihn knapp und streifte seine Jacke. Laut "Schwäbischem Tagblatt" hielt sich der Mann illegal in dem Gebäude auf, das der Universität Tübingen gehören soll.

Der Vorfall hat sich am Montagmorgen in Tübingen gegen 9 Uhr ereignet.

Da sich der Brand in dem Einfamilienhaus schnell ausbreitete und die Flammen bereits auf den Balkon überzugreifen drohten, versuchte der 69-Jährige, vom Balkon zu klettern, wobei er mehrere Meter in die Tiefe stürzte. Trotz sofort eingeleiteter Wiederbelebung sei der Mann noch am Unglücksort gestorben.

In dem Gebäude ist außer der Wohnung auch die Arbeitsstelle "Sprache in Südwestdeutschland" des Ludwig-Uhland-Instituts untergebracht. Ob Aufnahmen von Dialektsprechern, mit denen die Stelle arbeitet, zerstört wurden, war bei der Universität am Vormittag noch nicht bekannt.

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