BMW: Überraschung im ersten Quartal

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Daimler hatte vergangene Woche ebenfalls über den Markterwartungen liegende Geschäftszahlen vorgelegt.

Im ersten Quartal 2017 erzielte BMW einen Gewinn von 3 Milliarden Euro. Der Stuttgarter Wettbewerber hatte dies neben guten Autoverkäufen auch mit einem positiven Bewertungseffekt im Zusammenhang mit Here begründet. Der Umsatz betrug 23,45 Milliarden Euro, das waren zwölf Prozent mehr als im Vorjahresquartal, das Konzernergebnis lag mit drei Milliarden Euro sogar 27 Prozent über dem Vergleichswert.

Allein durch die Beteiligung neuer Investoren am Kartendienst Here, der Audi, BMW und Daimler gemeinsam gehört, steig das Finanzergebnis um 183 Millionen Euro.

Marge erneut gesunken BMW profitierte eigenen Angaben zufolge auch vom besseren Geschäft in China. Darüber hinaus verbucht BMW den Gewinn der mit einem chinesischen Partner in China gebauten und verkauften Autos nicht im Kerngeschäft, sondern ebenfalls im Finanzergebnis.

Den Ausblick für 2017 bestätigte die BMW Group: Das Ergebnis vor Steuern soll leicht steigen und die EBIT-Marge im Autogeschäft zwischen 8 und 10 Prozent liegen.

Die Freude über die Ergebniszahlen von BMW an der Börse war verhalten und auch nur von kurzer Dauer. Euro. Konzernchef Harald Krüger bekräftigte die Erwartung, dass das Unternehmen im Gesamtjahr seinen Vorsteuergewinn leicht steigert und damit operativ eine Umsatzrendite zwischen acht bis zehn Prozent erwirtschaftet. Für die Münchner wäre es das achte Rekordjahr in Folge. Trotz der weltweiten Rekordverkäufe zum Jahresstart sank allerdings erneut die Rendite im Autogeschäft bei BMW auf 9 Prozent von 9,4 Prozent im Vorjahr. Mercedes hat BMW somit nach elf Jahren zumindest im Quartal überholt. Mit neuen Modellen der Kernmarke, Mini und Rolls-Royce will der Münchener Autokonzern in den kommenden Jahren angreifen. BMW belasten neben Investitionen in die Zukunftsthemen zusätzlich massive Ausgaben in neue Modelle. Die gesamten Zahlen für das erste Quartal will Krüger am 4. Mai vorlegen, und am 11. Mai wollen die Aktionäre auf der Hauptversammlung in München erfahren, wie es weitergeht.

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