Bose soll heimlich Kundendaten aufzeichnen und verkaufen

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Mit einer Begleit-App können Nutzer ihr Potenzial ausschöpfen. Die gesammelten Daten soll Bose ohne Einwilligung des Nutzers an andere Firmen verkaufen, unter anderem wird im Bericht Segment.io genannt.

Über eine Schadenersatzforderung ist in der beim Northern District Court of Illinois in Chicago eingereichten Klage bisher noch nichts bekannt, der Streitwert soll mehr als fünf Millionen US-Dollar betragen.

Wenn die App auf einem iPhone, iPad oder Android-Gerät im Einsatz ist, soll sie angeblich Informationen rund um die gehörte Musik, Podcasts oder andere Audio-Inhalte aufzeichnen.

Bose-Nutzer Kyle Zak habe nach dem Kauf den Rat von Bose befolgt, die App zu installieren, berichtet das Wirtschaftsmagazin "Fortune" und verweist auf die im Netz einsehbare Klageschrift. Mehrere Anwender werfen dem Unternehmen vor, Informationen zur übertragenen Musik ohne ihr Wissen gespeichert und anschließend verkauft zu haben.

In der Klage sind mehrere Bose-Kopfhörer erwähnt, darunter die Modelle QuietComfort 35, SoundSport Wireless, Sound Sport Pulse Wireless, QuietControl 30, SoundLink Around-Ear Wireless Headphones II und SoundLink Color II.

Bose hat sich zu den Vorwürfen noch nicht geäußert. Der Kläger fordert ein Unterlassungsurteil gegen Bose, außerdem eine Entschädigung für die Verletzung seiner Privatsphäre und der anderer Nutzer sowie eine Rückerstattung des Kaufpreises seiner Kopfhörer. Zak hat einige Mitstreiter gefunden, die nun mit einer Sammelklage gegen Bose vorgehen. Bose selbst reagierte am Mittwoch nicht auf Anfragen.

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