Champions League: Halbfinale ohne Bundesliga: BVB scheitert an Monaco

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Eine Woche nach dem fürchterlichen Anschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund mussten die Schwarz-Gelben im Rückspiel gegen die AS Monaco (hier geht's zum Spielbericht) an der Côte d'Azur ran, um das Weiterkommen in der Champions League zu schaffen. Der BVB hat im Viertelfinal-Rückspiel in Monaco 1:3 gespielt.

Ein wirklicher Maßstab seien die 180 Minuten gegen überlegene Monegassen deshalb nicht, befand Tuchel bei seiner Analyse der beiden Begegnungen, die mit 2:3 und 1:3 verloren gingen.

Eine verschlafene Anfangsphase, ein starker Gegner und nach dem Anschlag gegen den BVB-Bus ein besonderes Spiel. Eine Überraschung vor dem Spiel reicht nicht - zumal es bei der Anfahrt einen Vorfall gibt, der das Team und vor allem Trainer Tuchel erzürnt. Wer für die Explosionen verantwortlich ist, ist weiter unklar.

"Südwestpresse": Aus der Traum: Borussia Dortmund ist trotz "Einpeitscher" Marc Bartra in einem vom Bombenanschlag auf den Teambus überschatteten Champions-League-Viertelfinale gegen AS Monaco gescheitert. Die Vorzeichen haben sich nach dem Anschlag dramatisch verändert. Ähnlich sah es Mittelfeldspieler Julian Weigl: "Die frühe Toren haben uns verunsichert". Zumal auch dieser Abend mit einem großen Ärgernis begonnen hatte. Stattdessen stand ein Abwehrverbund auf dem Platz, der für gehobene europäische Weihen nicht infrage kommt. Während Tuchel in diesen Minuten ein mulmiges Gefühl beschlichen hatte, wie er später einräumte, bekräftigte Torschütze Marco Reus, dass der unfreiwillige Stopp die Spielvorbereitung nicht entscheidend gestört habe. Die Folge war, dass die Borussia schon nach einer Viertelstunde aussichtslos mit 0:2 zurücklag.

Dazu passte der Beginn der Partie: Nach zwei Minuten stand es nach einer misslungenen Abwehraktion von Torhüter Roman Bürki 0:1, nach 14 Minuten verlor Matthias Ginter die Orientierung, es stand 0:2 und nach 26 Minuten musste Tuchel den überforderten Erik Durm vom Platz nehmen. "Er hat nach der Verletzung gut trainiert und einen guten Eindruck gemacht", sagte Tuchel. Große Gefühle sind ja Teil der DNA von Borussia Dortmund, aber die Gefühle dieser Tage sind vielleicht einfach zu groß gewesen. Höhepunkt der Hausse war das rein deutsche Finale zwischen den Bayern und den Dortmundern 2013 in Wembley. Bevor er in den wartenden Mannschaftsbus stieg, betonte der Kapitän des BVB, für viele der jungen Spieler seien es die ersten Gehversuche auf diesem Niveau gewesen. Zumindest, wenn man Marcel Schmelzer Glauben schenkt.

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