China schießt ersten Raumfrachter ins All

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Vor den Augen hunderter Zuschauer startete eine Rakete des Typs Langer Marsch mit dem Frachter "Tianzhou-1" um 19.41 Uhr Ortszeit (13.41 Uhr MESZ) vom Weltraumbahnhof Wengchang zu dem Labor.

China hat am Donnerstag den ersten nationalen Weltraumfrachter "Tianzhou 1" vom Weltraumbahnhof Wenchang auf der Insel Hainan (Himmlisches Schiff) abgeschossen. Um die USA und Russland zu überholen, steckt China Milliarden in ihr Raumfahrtprojekt. Das Cargo-Schiff will am Raumlabor "Tiangong 2" andocken, das gegenwärtig die Erde umkreist. Langfristig sind auch Reisen zum Mond und zum Mars vorgesehen.

Nur 24 Minuten nachdem die Rakete abgehoben hatte, verkündete das Kontrollzentrum, der Start sei erfolgreich verlaufen.

Wenchang (dpa) - China ist dem Bau einer eigenen Raumstation einen wichtigen Schritt näher gekommen. Geht alles weiter nach Plan, wird der Raumfrachter Material liefern, Treibstoff nachfüllen und wissenschaftliche Experimente vornehmen.

Die zweitgrößte Wirtschaftsnation hat ehrgeizige Pläne. Ziel ist es, bis zum Jahr 2022 eine eigene bemannte Raumstation aufzubauen - zu dem Datum endet die Mission der Internationalen Raumstation (ISS). Mit 60 Tonnen wird "Tianhe 1" (Himmlische Harmonie) aber kleiner ausfallen als die ISS, die 240 Tonnen wiegt. Die Fortschritte der Chinesen böten auch neue Möglichkeiten für die Deutschen und andere Europäer, die mit Chinas Raumprogramm kooperieren. Unter anderem sollen Experimente in der Raumfahrttechnologie und anderen Bereichen durchgeführt werden.

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