Deutschland: Verbraucherschützer klagen wegen Geldautomaten-Gebühr

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So hätten drei Instiute ihre Kunden nicht ausreichend über die geplante Preisänderung und das damit zusammenhängende Kündigungsrecht informiert. Am Landgericht Halle laufe bereits ein Verfahren gegen eine Berliner Genossenschaftsbank, sagte Finanzmarktwächter Kay Görner von der Verbraucherzentrale Sachsen der Deutschen Presse-Agentur.

Verbraucherschützer in Deutschland ziehen gegen Kreditinstitute wegen Gebühren für das Geldabheben am Automaten vor Gericht.

Görner zufolge müssen Banken und Sparkassen ihre Kunden zwei Monate vor geplanten Preisänderungen informieren und sie auf ihr Kündigungsrecht aufmerksam machen. Zwar seien die Finanzhäuser dazu nicht grundsätzlich verpflichtet. "Im Einzelfall kann aber Irreführung des Verbrauchers vorliegen. Dann können wir dagegen vorgehen".

Die Zinsflaute ist für Banken und Sparkassen ein Riesenproblem - das einzelne Geldinstitute freilich immer dreister auf die Kundschaft abwälzen.

Insgesamt sind den Geldhäusern beim Einführen neuer Gebühren und bei deren Erhöhungen nach Angaben von Görner keine Grenzen gesetzt. In dieser Mitteilung muss ein Passus darüber enthalten sein, dass der Kunde seiner Bank kostenfrei und fristlos kündigen kann. Wir dürfen sicher sein: Die Banken bundesweit beobachten mit Interesse, wie weit die Verbraucherfreundlichkeit aktuell reicht. Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet, hat beispielsweise die Sparkasse Hanau mit ihrer Automatengebühr nur rund 400 Euro im Jahr eingenommen. "Doch wer macht das schon", argumentierte Görner. Laut FAZ haben auch die Raiffeisenbank Offenbach-Bieber, die Sparkasse Leer-Wittmund, die Volksbank Lette-Darup-Roerup und die Sparkasse Ansbach Abhebegebühren an eigenen Geldautomaten wieder abgeschafft. "Da sind wir sehr klar: Wir werden nicht unseren Kunden erklären, warum unsere Kunden von ihrem Konto ihr Geld abheben und dafür Geld bezahlen".

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