Facebook will virtuelle Objekte in reale Welt bringen

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Überschattet wird die Entwicklerkonferenz F8 von einem tragischen Vorfall in den USA. Bereits im Oktober 2016 stellte Facebook das Santa-Cruz-Modell vor, das autark arbeiten kann - also weder Smartphone noch PC als Basis für Software-Berechnungen benötigen.

Auf der Entwicklerkonferenz F8 stellte Facebook-Gründer Mark Zuckerberg (32) Neuerungen vor, die es bald auf der Social Media Plattform geben soll.

In seiner Rede nahm Zuckerberg auch Bezug auf den in Cleveland ermordeten Robert Godwin Sr. Die Botschaft: Die Kamera ist die Augemented-Reality-Plattform der Wahl im Hause Facebook. "Wir werden weiterhin alles tun, was wir können, um solche Tragödien zu verhindern".

Möglich macht diese Vermischungen zwischen echten und virtuellen Objekten "Erweiterte Realität" oder "Augmented Reality" - das nächste große Thema für Facebook. Damit sollen neue Möglichkeiten entstehen, per Smartphone-Kamera samt -Bildschirm die Wirklichkeit mit virtuellen Effekten und neuen Funktionen anzureichern.

Wie das künftig aussehen könnte, zeigte Zuckerberg in verschiedenen Beispielen.

Dank Objekterkennung würden Gegenstände erfasst, die sich proportional passend verformen oder sich zum Beispiel mit dreidimensionaler Schrift ergänzen ließen, führte Zuckerberg aus. Nutzer können auf Basis eigener Facebook-Fotos einen Avatar entwickeln und eigene Merkmale wie Augen- und Haarfarbe auswählen.

Deshalb werde Facebook eine AR-Plattform aufbauen. Das Warten werde sich lohnen.

Für Oculus präsentierte Zuckerberg zudem Facebook Spaces - eine neue VR-App, in der sich Freunde in einer interaktiven virtuellen Umgebung treffen können, als wären sie gemeinsam in einem echten Raum.

Alles, was man dafür braucht, ist die Virtual-Reality-Brille "Oculus Rift" und einen Facebook-Account. Anders als Google will Facebook seinen Nutzern die Augmented-Reality-Zukunft in kleinen Häppchen schmackhaft machen. Das Computer-Ich soll sich noch zusätzlich anpassen lassen. Die sogenannte Camera Effects Platform soll künftig nicht mehr einfach nur eine Art Kopie von Snapchat darstellen, sondern dafür sorgen, dass die user von Facebook, Facebook Messenger, Instagram und WhatsApp AR-Inhalte austauschen können.

Wer keine VR-Brille besitzt, soll übrigens nicht gänzlich von Spaces ausgeschlossen sein.

Still und leise hat sich Facebook in den vergangenen anderthalb Jahren verändert: Text wird in den Apps des Tech-Giganten zunehmend unwichtiger, Fotos und Videos rücken langsam in den Mittelpunkt der Nutzung.

► Auch der Messenger selbst wird gleich um mehrere neue Funktionen erweitert. Aktuelle Angebote in der Umgebung, kürzlich verwendete Chat-Bots und ein Suchfenster werden durch eine neue "Discover"-Schaltfläche geboten".

Facebook gibt Gas mit Augmented Realiy (AR).

Via "Game"-Button kann man darüber hinaus Freunde zu einem Spiele-Wettkampf herausfordern".

Aber vermutlich nicht mit derart wummernden Bässen wie im Saal des City National Civic in San José.

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