Gericht stoppt Veröffentlichung neuer Prince-Songs

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Ein US-Bundesrichter habe auf Antrag des Nachlassverwalters eine einstweilige Verfügung erlassen, wonach das Kurzalbum mit dem Titel "Deliverance" ("Befreiung") nicht wie geplant am Freitag auf den Markt gebracht werden darf.

Am Freitag jährt sich der Todestag von Prince.

Nach Informationen des US-Magazins "Entertainment Weekly" schrieb und produzierte Prince die sechs Songs zwischen 2006 und 2008 gemeinsam mit dem Produzenten Ian Boxill.

Die Geschwister von Prince haben die Veröffentlichung von "Deliverance" gerichtlich verhindert. Die Antwort, die Boxill auf die Klage geschickt hat, hielt das Gericht zunächst unter Verschluss. Zur Begründung wurde eine von Boxill vor zehn Jahren unterschriebene Vertraulichkeitsvereinbarung angeführt. Die Pop-Ikone wurde nur 57 Jahre alt.

Die EP sollte auf dem unabhängigen Vancouver Label Rogue Music Alliance (RMA) erscheinen. Auf ausdrücklichen Wunsch von Prince hin wird "Deliverance" bei einem Independent-Label erscheinen: "Prince sagte mir einst, er würde jede Nacht zu Bett gehen und darüber nachdenken, wie er Major-Labels umgehen und seine Musik direkt an die Öffenlichkeit bringen könne", erklärt Boxill in einer Pressemitteilung. Ich hoffe, wenn die Leute Prince diese Songs singen hören, wird es viele ermutigen.“ Die Titelsingle ist bereits jetzt schon auf iTunes zu hören. Auch bei Amazon war "Deliverance" am Donnerstag nicht mehr zu finden.

Prince starb im April 2016 an einer versehentlichen Überdosis des Schmerzmittels Fentanyl.

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