Nach Nordkoreas Raketentest: Russland weist Schuld an geplatzter UN-Erklärung zurück

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Nach Angaben von anwesenden Diplomaten unterstützte Nordkoreas Verbündeter China im Gegensatz zu Russland die Erklärung. Der Text enthielt überdies den Aufruf an Nordkorea, keine weiteren Atomtests vorzunehmen. Nach diversen Atomwaffentests 2016 hatte Machthaber Kim Jong Un für dieses Jahr wiederholt angekündigt, man werde unter anderem interkontinentale ballistische Raketen testen.

Der Wortlaut des von der US-Delegation eingebrachten Entwurfs habe sich von früheren Erklärungen des Sicherheitsrats zu nordkoreanischen Raketentests unterschieden, teilte Russlands ständige Vertretung bei den Vereinten Nationen am Mittwoch (Ortszeit) mit.

Die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley, betonte, die geforderte Erklärung habe einer weiteren Eskalation des Konflikts mit Nordkorea vorbeugen sollen.

Nordkorea hatte am Sonntagmorgen erneut eine Rakete abgeschossen. "Es ist wichtig, dass Nordkorea weiß, dass wir nicht versuchen, einen Streit anzuzetteln, also versucht nicht, uns einen aufzudrängen", sagte Haley.

Außenminister Rex Tillerson sagte, die USA prüften alle Möglichkeiten, wie auf Nordkorea wegen des Raketen- und Atomwaffenprogramms Druck ausgeübt werden könne. Der Ball liege nun im Feld der Nordkoreaner.

Nordkorea und die USA bleiben auf Konfrontationskurs. "Legt Euch nicht mit uns an", warnte die Führung des Landes in der amtlichen Zeitung "Rodong Sinmun".

Nordkorea sei auf jegliche Angriffe der USA vorbereitet: "Sollten wir unseren super-gewaltigen Präventivschlag starten, wird er nicht nur umgehend die Truppen der US-Imperialisten in Südkorea und Umgebung sondern auch das US-Festland auslöschen und sie zu Asche machen". Mahnungen seines einzigen Verbündeten China hat die Führung mehrmals in den Wind geschlagen. Nordkorea hat nach eigenen Angaben eine Rakete entwickelt, die auch das US-Festland erreichen kann. Fachleute gehen jedoch davon aus, dass es noch einige Zeit dauern dürfte, bis das Land über die notwendige Technologie verfügt. Er bezeichnete Nordkorea als "die gefährlichste Bedrohung" für den Frieden in der Region. Laut Experten fürchten russische Militärs vor allem Flüchtlingswellen aus Nordkorea, falls sich die militärischen Spannungen mit den USA verschärfen sollten. US-Präsident Donald Trump drohte mit einem Alleingang und kündigte die Entsendung mehrerer Kriegsschiffe zur Koreanischen Halbinsel an. Allerdings herrschte dann Verwirrung über das tatsächliche Ziel des Verbandes. Derzeit halten die USA ihre jährlichen gemeinsamen Manöver mit den südkoreanischen Streitkräften ab.

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