Nazi-Tattoo im Schwimmbad: NPD-Politiker Zech muss ins Gefängnis!

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Ein NPD-Politiker aus Brandenburg muss wegen eines KZ-Tattoos auf dem Rücken für acht Monate ins Gefängnis.

Der Angeklagte und dessen Anwalt betrachten Fotos eine Konzentrationslagers.

Das Oberlandesgericht hat diese Revision nun verworfen und begründete ihre Entscheidung damit, dass das Bild und der Schriftzug eine eindeutige Meinungsäußerung sei und ein entsprechendes Urteil verhängt, hieß es von einem Gerichtssprecher gegenüber rbb|24.

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Nun ist eine weitere Revision von Zech gescheitert. Gegenüber der "MAZ" sagte ein Sprecher des OLG, dass der Politiker, der für die NPD unter anderem im Kreistag Barnim sitzt, demnächst damit rechnen müsse, "dass er zum Strafantritt geladen wird".

Der 28-Jährige hatte in einem Schwimmbad sein Rückentattoo gezeigt, das ein KZ-Gebäude und den Spruch "Jedem das Seine" zeigt. Das Landgericht Neuruppin hatte im November vergangenen Jahres geurteilt, dass Zech den Massenmord der Nazis damit billige. "Da das Tattoo in dem Schwimmbad zwei Stunden lang zur Schau gestellt wurde, ist das Rechtsempfinden der Öffentlichkeit erheblich beeinträchtigt worden", sagte die Sprecherin. Die Tätowierung sei als Billigung des Holocaust zu verstehen. Weil es immer öfter Verherrlichungen oder Leugnungen des Nazi-Völkermords gebe, sei die Haftstrafe "ein wichtiges Signal". Dass der Täter eine Gefängnisstrafe verbüßen werde, sei von großer Bedeutung. Das Landgericht Neuruppin erhöhte das Strafmaß daraufhin auf acht Monate Haft ohne Bewährung. Doch damit war weder die Staatsanwaltschaft einverstanden, die zehn Monate gefordert hatte, noch Verteidiger Wolfram Nahrath, der Freispruch verlangt hatte.

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