Pilotin oder Meteorologin: Wer wird die erste Deutsche im All?

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Selbstversuch: So bestehe ich den Eignungstest zur Astronautin Selbstversuch: Die Initiative "Die Astronautin" will endlich eine deutsche Frau ins All schicken.

Frauen für Technik zu begeistern, ist das Ziel der Initiative "Die Astronautin". Die beiden haben sich gegen 400 Bewerberinnen aus ganz Deutschland durchgesetzt, die alle als erste deutsche Frau auf Forschungsmission zu einer Raumstation fliegen wollten.

Zwischen Insa Thiele-Eich und Nicola Baumann wird es sich entscheiden: Eine fliegt ins All, doch beide werden zur Astronautin ausgebildet.

Die Siegerinnen erfüllten die internationalen Kriterien am besten, so Walter.

Wirtschaftsministerin Zypries bedankte sich während der Finalistinnenvorstellung bei Kessler für das Projekt. Die Meteorologin Insa Thiele-Eich aus Heidelberg ist eine von zwei verbliebenen Kandidatinnen.

Aus den bestens sechs Frauen, die noch im Rennen waren für einen Platz in der Sojus-Rakete und den Flug ins All, wählte eine Jury - besetzt mit der DLR-Vorstandsvorsitzenden Professor Pascale Ehrenfreund, Airbus-Geschäftsführer Johannes von Thadden, der Initiatorin Claudia Kessler und Astronaut und Professor für Raumfahrttechnik Ulrich Walter - die beiden Rheinländerinnen aus.

Bislang waren elf deutsche Männer im All - klassischerweise erfolgt die Auswahl über eine Ausschreibung der ESA. Unter den sechs Finalistinnen waren nach mehr als 15 Monaten auch noch zwei Ingenieurinnen, eine Raumfahrttechnikerin und eine Astrophysikerin. Sie selbst habe immer den Traum gehabt, ins All zu fliegen, sagte sie bei der Verleihung. Außerordentliches Mitglied war Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD), die sich von dem Projekt einen Motivationsschub für junge Frauen in den Naturwissenschaften erhofft, wie sie sagte. Insgesamt hatten sich 400 Frauen für den Astronautinnen-Job beworben. Nun käme erst einmal ein ausgiebiges Training auf die beiden zu.

Die geborene Münchnerin, Jahrgang 1985, ist Eurofighter-Pilotin bei der Bundeswehr. Seit ihrer Ausbildung zur Kampfpilotin in den USA weiß sie, wie es ist, mit mehr als 2000 Stundenkilometern unterwegs zu sein.

Seine Tochter Insa Thiele-Eich betreibt als Meteorologin und wissenschaftliche Koordinatorin am Meteorologischen Institut der Universität Bonn Grundlagenforschung für eine verbesserte Wetter- und Klimavorhersage. In ihrer Doktorarbeit analysiert sie die Auswirkungen des Klimawandels auf Bangladesch. Dazu zählten beispielsweise Parabelflüge und Tauchtrainings, wie Claudia Kessler erklärt. Dafür müssen aber zuvor rund 40 Millionen Euro an Sponsorengeldern zusammenkommen, um den privaten Flug zu finanzieren. Via Crowdfunding hat sie bis zur Kür der Gewinnerin knapp 27.000 Euro eingeworben.

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