Umfragetief: AfD in Schleswig-Holstein nur noch bei 5 Prozent

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Da die Grünen bei zwölf Prozent liegen und der Südschleswigsche Wählerverband SSW auch mit drei Prozent dank einer Sonderregelung in den Landtag einziehen könnte, wäre wohl eine Fortsetzung der bisherigen Dreierkonstellation unter Führung von Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) möglich.

Kiel/Lübeck. Damit bliebe die Partei im Vergleich zu einer Umfrage von Anfang April stabil. Auch der SSW hat sich zuletzt nicht verändert. Der Umfrage zufolge wird es aber für die AfD im Norden eng, sie verlor gegenüber Anfang des Monats zwei Prozentpunkte auf fünf Prozent. Mehr als 80 Prozent der Befragten finden demnach, die Partei sei zu zerstritten, um ernsthaft Politik mitgestalten zu können. Gänzlich leer ausgehen würde zurzeit die Linke (unverändert 4 Prozent).

Das für die regierende Küstenkoalition positive Ergebnis spiegelt sich auch im Urteil über die Regierungsarbeit wieder.

Ein weiteres Ergebnis der Befragung lautet, das mit 53 Prozent zwar weiterhin die Mehrheit eine SPD-geführte Landesregierung führt, allerdings sähen mehr Befragte (34 Prozent, +5) gerne die CDU in der Führungsrolle. CDU-Herausforderer Daniel Günther verlöre bei einer Direktwahl des Regierungschef mit 26 Prozent (+1) klar gegen Albig, der auf 55 Prozent kommt (+4). Der Anteil der Unzufriedenen ist auf insgesamt 35 Prozent gesunken (minus fünf Prozentpunkte).

Dementsprechend kommt bisher keine Wechselstimmung im nördlichsten Bundesland auf.

Bei der Landtagswahl vor fünf Jahren war die CDU mit 30,8 Prozent knapp vor der SPD (30,4) gelandet. Die Union wird auf einigen Politikfeldern mehrheitlich besser bewertet als die Sozialdemokraten, u. a.in den Bereichen Wirtschaft, Kriminalitätsbekämpfung, Verkehrspolitik und Finanzen. Dies trifft u. a. auch auf die Bereiche soziale Gerechtigkeit, Familienpolitik und Arbeitsplatzsicherung zu.

Berlin Die rechtspopulistische AfD muss bei der bevorstehenden Landtagswahl in Schleswig-Holstein um den Einzug in das Landesparlament zittern.

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