Verkehr - Blitzmarathon bremst Raser - verstärkte Kontrollen

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Die Polizei nimmt Raser seit Mittwochmorgen (19.04.) in mehreren Bundesländern verschärft ins Visier.

Bayern plant die Überwachung an mehr als 1900 Stellen, in Brandenburg wird an rund 200 Stellen geblitzt und das Saarland beteiligt sich mit 26 Messstellen an der Aktion. Bei dem Blitzermarathon in Hessen soll es allerdings nicht nur darum gehen, möglichst viele Raser zur Kasse zu bitten.

Mit dem "Speedmarathon" will die Polizei in mehreren Bundesländern auf die Gefahren und Folgen zu schnellen Fahrens hinweisen. Wann und wie lange an den jeweiligen Stellen kontrolliert wird, entscheide die jeweilige Polizeidienststelle. Entgegen der Praxis in den meisten Bundesländern hatte Rheinland-Pfalz die Messstellen nicht vorab veröffentlicht. In Thüringen wurden in den ersten sechs Stunden nur wenige Temposünder ertappt, erklärte die dortige Landespolizeidirektion. In anderen Ländern, wie in Hessen, war geplant, sie bereits am Abend zu beenden. Vielerorts standen die Beamten deshalb an Alleen und vor Kitas, Schulen oder Senioreneinrichtungen.

Der ADAC befürwortete die Aktion ebenso wie die Ankündigung der Kontrollen: Überhöhte Geschwindigkeit sei noch immer Ursache Nummer eins für schwere Verkehrsunfälle. Es wäre ein Erfolg, wenn die Verkehrsteilnehmer dort zukünftig langsamer fahren würden. Das Land setzte beim diesjährigen Blitzermarathon allerdings aus. Grund war das Großaufgebot von 4000 Einsatzkräften im Rahmen des Afd-Parteitags und der Gegenveranstaltung in Köln. Schon am dritten Blitz-Marathon im Oktober 2012 beteiligten sich auch die Niederlande und Niedersachsen. Die Aktion ist Teil des europaweiten "Speedmarathons". Zum Teil musste der Blitzmarathon, wie in Ungarn, wegen der schlechten Wetterverhältnisse allerdings abgesagt werden.

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