Wer wird die erste Deutsche im All?

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Mehrere Hundert Frauen hatten sich am Anfang darum beworben, als Astronautin ins All zu fliegen.

Eine der beiden Kandidatinnen soll noch vor 2020 als erste deutsche Astronautin zu einer Forschungsmission auf die ISS fliegen. Ziel der Initiative ist, noch vor 2020 eine deutsche Frau zur Internationalen Raumstation zu schicken - bisher sind nur deutsche Männer ins All gereist. Nicola Baumann aus München, Jahrgang 1985, und die zwei Jahre ältere Insa Thiele-Eich aus Heidelberg/Baden-Württemberg bringen alles an Eigenqualifikationen mit, was eine Astronautin braucht. Doch beide Frauen sollen im Job bleiben: Nicola Baumann ist Eurofighter-Pilotin und Insa Thiele-Eich arbeitet als Meteorologin. Ulrich Walter betonte, sie alle hätten die internationalen Kriterien erfüllt - es sei durchaus möglich, dass sie in Zukunft über Nachrückverfahren wieder ins Spiel kommen.

Wirtschaftsministerin Zypries bedankte sich während der Finalistinnenvorstellung bei Kessler für das Projekt.

Die Gewinnerinnen des Wettbewerbs "Die Astronautin": Insa Thiele-Eich (l) und Nicola Baumann. Ins Finale schafften es sechs von ihnen, vier davon aus Bayern. Sie sind gute Vorbilder, um auch andere junge Frauen für technisch-naturwissenschaftliche Berufe zu begeistern. Zurzeit untersuchen Airbus und Die Astronautin, wie die weitere Unterstützung gestaltet werden kann, beispielsweise beim Astronautentraining und der Missionsplanung für die erste deutsche Astronautin. Wer wirklich startet, entscheidet sich erst ein knappes Jahr vor dem Start ins All. Die 32-jährige Münchnerin steuert beruflich eines der wertvollsten und mächtigsten Geräte im Bundeswehr-Arsenal - das Kampfflugzeug Eurofighter. Seit ihrer Ausbildung zur Kampfpilotin in den USA weiß sie, wie es ist, mit mehr als 2000 Stundenkilometern unterwegs zu sein. Insgesamt kostet allerdings der erste Trainingsabschnitt der Astronautinnen 228.600 Euro.

Mit mehr als 400 anderen Frauen hatte sich Peters bei der Crowdfunding-Kampagne "Die Astronautin" beworben, am Ende hatte es für sie nicht ganz gereicht.

Seine Tochter Insa Thiele-Eich betreibt als Meteorologin und wissenschaftliche Koordinatorin am Meteorologischen Institut der Universität Bonn Grundlagenforschung für eine verbesserte Wetter- und Klimavorhersage. Ihre Doktorarbeit schrieb die gebürtige Heidelbergerin über die Auswirkungen des Klimawandels auf Bangladesch.

Zeit genug, damit die beiden "Astronauten-Trainees" sich auf ihre Mission vorbereiten können.

Claudia Kessler ist die Initiatorin des Projekts "Die Astronautin". Bis Mittwoch waren rund 27 000 Euro zusammengekommen. Sie will 40 Millionen Euro von Sponsoren auftreiben, um den Flug zu finanzieren.

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