China macht wichtigen Schritt auf Weg zu eigener Raumstation

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Künftig soll der 13 Tonnen schwere Transporter dann Nachschubflüge zur geplanten chinesischen Raumstation unternehmen, die 2022 fertig sein soll. Es soll drei Kopplungs-Manöver mit dem Labor "Tiangong 2" absolvieren, das gegenwärtig die Erde umkreist.

China hat zum ersten Mal einen unbemannten Raumfrachter ins All geschossen. Mit 60 Tonnen wird "Tianhe 1" (Himmlische Harmonie) aber kleiner ausfallen als die ISS, die 240 Tonnen wiegt. "Alle längeren Raumflüge erfordern Logistik". "China verstärkt den Druck auf die USA, die keinen langfristigen Plan für die bemannte Raumfahrt hat", sagte der Experte Jones. Der neue Chef des Strategischen Kommandos (Stratcom) und frühere Leiter des Raumprogramms der US-Luftwaffe, General John Hyten, warnte erst im Februar vor der Bedrohung durch das Raumfahrtprogramm der Chinesen. Somit ist China das vierte Land geworden, das einen eigenen Raumfrachter hat.

So hatte das chinesische Raumschiff "Shenzhou 8" (Magisches Schiff) 2011 eine deutsche Versuchsanlage für biologische Experimente an Bord, um Auswirkungen der Schwerelosigkeit zu erforschen. Unter anderem sollen Experimente in der Raumfahrttechnologie und anderen Bereichen durchgeführt werden.

Am Vormittag westeuropäischer Zeit war bereits eine russische Rakete vom Weltraumbahnhof Baikonur zur ISS gestartet. Der Satellit soll die Erde 15 Jahre lang in der geostationären Umlaufbahn begleiten. Hintergrund ist eine Sparmaßnahme der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos. "Der größte Teil des Raumfahrtprogramms Chinas hat mit dem Militär nichts zu tun", meinte Jones. Auf der Raumstation treffen sie das Team um die Nasa-Astronautin Peggy Whitson.

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