ChinaErster Raumfrachter ins All gestartet

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China hat seinen ersten unbemannten Raumfrachter ins All geschossen.

China ist dem Bau einer eigenen Raumstation näher gekommen. Künftig soll der 13 Tonnen schwere Transporter dann Nachschubflüge zur geplanten chinesischen Raumstation unternehmen, die 2022 fertig sein soll. Das Cargo-Raumschiff wird den Plänen nach an dem chinesischen Raumlabor "Tiangong 2" andocken, das gegenwärtig die Erde umkreist. Mit 60 Tonnen wird "Tianhe 1" (Himmlische Harmonie) aber kleiner ausfallen als die ISS, die 240 Tonnen wiegt. "Alle längeren Raumflüge erfordern Logistik". Um die USA und Russland zu überholen, steckt China Milliarden in ihr Raumfahrtprojekt. Der neue Chef des Strategischen Kommandos (Stratcom) und frühere Leiter des Raumprogramms der US-Luftwaffe, General John Hyten, warnte erst im Februar vor der Bedrohung durch das Raumfahrtprogramm der Chinesen. Unter anderem sollen Experimente in der Raumfahrttechnologie und anderen Bereichen durchgeführt werden. An Bord waren die beiden Raumfahrer Fjodor Jurtschichin und Jack Fischer. Sie soll in gut fünf Jahren fertiggestellt werden. Der freie Platz in der Sojus konnte aber kurzfristig nicht mit einem ausländischen Raumfahrer besetzt werden, berichtete die Agentur Tass. "Ohne einen Raumfrachter kann China keine Raumstation betreiben", sagte der australische Experte Morris Jones.

Für den Kommandeur Jurtschichin ist es bereits die fünfte Weltraummisson, während Fischer das erste Mal ins All startete. Während zwei Astronauten demnächst auf die Erde zurückkehren, bleibt Whitson noch drei Monate länger dort.

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