Islamischer Staat reklamiert Anschlag in Paris für sich

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Er wurde schließlich selbst erschossen. Die Jihadistenmiliz Islamischer Staat beanspruchte den Angriff für sich. Der Angreifer hatte am Donnerstagabend mit einem Sturmgewehr das Feuer eröffnet. Auf dem bei Touristen beliebten Prachtboulevard brach Panik aus.

Vor der Tat soll der getötete Schütze die Absicht geäussert haben, Polizisten zu ermorden.

WIRTSCHAFTS-, SOZIAL- UND FINANZPOLITIK: Fillon geht mit seinem Sparprogramm am weitesten. Nicht bestätigten Meldungen aus Justizkreisen zufolge soll es sich dabei um drei Familienangehörige des Attentäters handeln.

Nach einem vereiteltem Terroranschlag zweier mutmaßlicher Dschihadisten Anfang der Woche war der Schutz von Kandidaten bereits verstärkt worden. Es gebe keine Hinweise, dass der Mann belgischer Staatsangehöriger sei.

Die Pariser Anti-Terror-Staatsanwaltschaft hat inzwischen den Fall übernommen. Inzwischen liess die Pariser Polizei verlauten, dass der mutmassliche Angreifer auf den Champs-Élysées ein 39-Jähriger aus einem östlichen Vorort der Stadt sei.

Allerdings scheint diese Identität nicht auf den erschossenen Angreifer zuzutreffen, der Franzose und kein Belgier war. Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler hatte der Mann jedoch nichts mit der Tat in Paris zu tun.

Als radikaler Islamist war Cheurfi bisher nicht aufgefallen. Der Zeitung Le Parisien zufolge saß der Schütze wegen drei versuchter Mord insgesamt 15 Jahre lang in einem französischen Gefängnis, zwei der Mordversuche sollen Polizisten gegolten haben. Aus Mangel an Beweisen sei er wieder freigekommen.

Am Sonntag findet in Frankreich die erste Runde der Präsidentschaftswahl statt. Premierminister Bernard Cazeneuve sagte, die Bevölkerung dürfe sich nicht der Angst beugen. Damals hatte er den Angaben zufolge in Seine-et-Marne nahe Paris versucht, einen Polizisten, einen Polizeischüler und dessen Bruder zu töten.

Anti-Terror-Staatsanwalt François Molins sagte, der Täter sei "bekannt". Im Land gilt nach einer beispiellosen Terrorserie mit über 230 Toten immer noch der Ausnahmezustand.

Die Attacke vom Donnerstagabend löste international Reaktionen zahlreiche aus. Er sprach den Opfern und deren Familien auch via Twitter sein Mitgefühl aus und kündigte eine nationale Gedenkstunde an.

Donald Trump hat bereits sein Beileid ausgesprochen. "Es endet einfach nie". Anschließend werde sich Hollande zu der Attacke äußern, hieß es unter Berufung auf das Umfeld des Präsidenten. Denn: "Das französische Volk wird das nicht viel länger hinnehmen". Offen ist laut politischen Beobachtern, ob die Hardlinerin von der Attacke auf die Polizisten politischen Nutzen ziehen kann. Nach dem Anschlag erstellte Umfragen gibt es bisher nicht. Dahinter lagen Fillon und Melenchon. Das Rennen ist spannend und gilt als Schicksalswahl für Europa.

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