Tianzhou 1: Chinas erster Raumfrachter ins All gestartet

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Vor den Augen hunderter Zuschauer startete eine Rakete des Typs Langer Marsch mit dem Frachter "Tianzhou-1" um 19.41 Uhr Ortszeit (13.41 Uhr MESZ) vom Weltraumbahnhof Wengchang zu dem Labor. 24 Minuten nachdem die Rakete mit einem Feuerschweif am Himmel abgehoben hatte, verkündete das Kontrollzentrum, der Start sei erfolgreich verlaufen. Geht alles weiter nach Plan, wird der Raumfrachter Material liefern, Treibstoff nachfüllen und wissenschaftliche Experimente vornehmen.

China hat ehrgeizige Pläne. Ziel ist es, bis zum Jahr 2022 eine eigene bemannte Raumstation aufzubauen - zu dem Datum endet die Mission der Internationalen Raumstation (ISS). Es wird nach zwei Tagen an das Raumlabor andocken, in dem im Herbst zwei Astronauten den mit 33 Tagen bisher längsten Raumflug Chinas absolviert hatten. Der neue Chef des Strategischen Kommandos (Stratcom) und frühere Leiter des Raumprogramms der US-Luftwaffe, General John Hyten, warnte erst im Februar vor der Bedrohung durch das Raumfahrtprogramm der Chinesen.

Mit "Tianzhou 1" wird China das vierte Land, das einen eigenen Raumfrachter hat.

"Die Zusammenarbeit mit Deutschland ist stark und produktiv", sagte Jones.

So hatte das chinesische Raumschiff "Shenzhou 8" (Magisches Schiff) 2011 eine deutsche Versuchsanlage für biologische Experimente an Bord, um Auswirkungen der Schwerelosigkeit zu erforschen. "Der größte Teil des Raumfahrtprogramms Chinas hat mit dem Militär nichts zu tun", meinte Jones.

Der neue chinesische Raumfrachter ist 10,6 Meter lang und misst bis zu 3,35 Meter im Durchmesser.

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