Trump: Anschlag wird Effekt auf Wahl in Frankreich haben

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Der Anschlag werde einen "großen Effekt" auf die Wahl haben, fügte er hinzu.

Am Donnerstag hatte der Mann auf den Champs-Elysées einen Polizisten getötet und zwei weitere Beamte verletzt. Derartige Anschläge "widersprechen islamischen Lehren", erklärte die Universität, die als eine der wichtigsten des sunnitischen Islam gilt, am Freitag in der ägyptischen Hauptstadt. Er sagte, die Umstände deuteten darauf hin, dass es sich um eine Terrorattacke handele. Er wurde nach einem Tipp der belgischen Polizei an die französischen Ermittler gesucht, hat jedoch nichts mit der Sache zu tun.

Was ist am Donnerstagabend in Paris passiert? Die Ermittler gehen davon aus, dass der Angreifer allein handelte. Bislang ist aber völlig unklar, ob es einen Zusammenhang mit der tödlichen Attacke auf Polizisten in Paris gibt. Er wurde aber mangels Beweisen schnell wieder freigelassen.Dabei hat Cheurfi, der im östlich von Paris gelegenen Chelles bei seiner Mutter wohnte, ein langes Vorstrafenregister: Er wurde 2005 in einem Berufungsprozess wegen mehrfachen versuchten Mordes zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt. Neben Diebstahlsdelikten wurden ihm zwei Mordversuche an Polizisten nachgewiesen.

Aus Ermittlerkreisen drang wiederum der richtige Namen des mutmaßlichen Täters: Karim Cheurfi Der 39-Jährige lebt in Seine-et-Marne, ist einschlägig polizeibekannt. Später folgten drei weitere Verurteilungen, insbesondere wegen Gewalt gegen einen Justiz-Beschäftigten und einen Mitgefangenen. Anfang 2015 wurde er vorzeitig entlassen. Als radikaler Islamist war Cheurfi bisher allerdings nicht aufgefallen. Nachbarn beschreiben einen Mann mit psychischen Problemen, der aber nicht als radikalisiert aufgefallen war.

Der IS hat sich zu dem Anschlag bekannt. In der Nähe seiner Leiche wurde ein Zettel gefunden, auf dem die Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) verteidigt wird. "Ein weiterer Terroranschlag in Paris".

Der 35-Jährige meldete sich aber am Freitag in der belgischen Stadt Antwerpen bei der Polizei.

Mit dem Anschlag ist das passiert, wovor alle politischen Beobachter in Frankreich seit Wochen warnen: Direkt vor der Präsidentschaftswahl sind Angst und Verunsicherung wieder ins Zentrum der politischen Debatte gerückt. An zweiter Stelle folgt die Rechtspopulistin Marine Le Pen. Aber auch ein anderer Politiker könnte davon profitieren. Die Polizei erschoss den Angreifer. Inzwischen hatte sich die Terrormiliz IS über ihre Propagandakanäle zum Angriff bekannt.

Während des Vorfalls lief die Vorstellungsrunde der Kandidaten für die Präsidentenwahl am Sonntag, bei der sich die elf Frauen und Männer noch einmal erklären konnten. Während des anschließenden Polizeigewahrsams habe er einem Polizeischüler seine Waffe entrissen und fünf Mal auf ihn gefeuert, berichtete "Le Parisien" unter Berufung auf Sicherheitsquellen. Der Ausnahmezustand umfasst damit beide Runden der Präsidentschaftswahl am 23. April und 7. Mai sowie die Parlamentswahl am 11. und 18. Juni. Mehrere Wahllokale in Paris werden zudem von privaten Schutzleuten bewacht.

Sind die Sicherheitskräfte gut vorbereitet?

Sie werden unterstützt von 7000 Soldaten der Anti-Terror-Mission "Sentinelle" (Wachposten).

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