Unternehmen: Leyen lehnt 2,9-Milliarden-Angebot für Korvetten kategorisch ab

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Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat sich am Freitag höchstpersönlich in Kiel angeschaut, wie die Marine im Norden ausgestattet ist. Politische Brisanz erhielt der Besuch durch Schlagzeilen über die geplanten fünf neuen Korvetten der Marine, die nach einem Bericht des "Handesblattes" statt 1,5 Milliarden Euro angeblich 2,9 Milliarden Euro kosten sollen.

Beim Marinestützpunkt Kiel stehen die Zeichen wieder auf Ausbau. Einen besonderen Schwerpunkt bei der Trendwende der Bundeswehrplanung gibt es in Schleswig-Holstein. Die Einsatzflottille 1, der die Politikerin am Freitag einen Besuch abstattete, soll von momentan 4.000 auf 5.000 Soldaten anwachsen. Auch in diesem Punkt will Ursula von der Leyen nachbessern. Am Vortag hatte das "Handelsblatt" berichtet, dass die Werften Lürssen (Hauptsitz Bremen) und ThyssenKrupp Marine Systems (Kiel/Essen) statt der von der Politik veranschlagten 1,5 Milliarden Euro fast das Doppelte fordern. "In den kommenden fünf Jahren werden es noch einmal über 100 Millionen Euro sein", sagte von der Leyen. Die Einsatzflottille 1 hat Standorte in Kiel, Eckernförde und Warnemünde.

Die Einsatzflottille 1 ist an europäischen Einsätzen im Mittelmeer, aber auch Einsätzen von UN und Nato beteiligt. Zum Programm gehörten militärische Schau-Vorführungen zur Minenbekämpfung und Gespräche mit Soldaten über Einsatzerfahrungen und Alltagsprobleme.

Sie verfügt über Korvetten, Minenabwehreinheiten und U-Boote.

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