Merkel startet Kurzbesuch in Abu Dhabi

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Der Botschafter der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) in Berlin, Ali Abdullah al-Ahmed, hält eine genaue Überprüfung islamischer Prediger in Europa für geboten. In Abu Dhabi wird sie mit dem Kronprinzen Scheich Mohammad bin Zayed Al -Nahyan zusammenkommen. Unter anderem geht es um ein EU-Freihandelsabkommen mit den Ländern des Golf-Kooperationsrates. Ferner sind die Konflikte in der Region - in Syrien, Libyen und Jemen - wichtige Themen. In der saudischen Hafenstadt Dschidda hatte sie König Salman getroffen, über den saudischen Einfluss in den Kriegen in Syrien und im Jemen, bessere wirtschaftliche Zusammenarbeit und die Defizite bei den Menschenrechten gesprochen.

Die Gastgeber haben zudem ein großes Interesse, über Merkels Flüchtlingspolitik zu sprechen.

Merkel wird von einer großen Wirtschaftsdelegation begleitet, denn trotz ihrer geringen Einwohnerzahl von etwas mehr als neun Millionen zählen die Emirate zu den wichtigsten Handelspartnern für Deutschland: 900 deutsche Firmen arbeiten dort. Merkels Entscheidung, Hunderttausende muslimischer Flüchtlinge aufzunehmen, sei eine humanitäre Geste gewesen, aber nicht ohne Risiko.

Erst später hätten sich die Menschen in Deutschland die Frage gestellt: "Kann unsere Gesellschaft die Ankunft all dieser Menschen verdauen, und was sind die Risiken?" Sein Land habe außerdem zugesagt, in den nächsten drei Jahren 15.000 Flüchtlinge aus Syrien aufzunehmen. Die VAE hätten ein Flüchtlingslager in Jordanien finanziert und unterstützten Griechenland beim Aufbau eines Flüchtlingslagers.

Die USA haben sich aus Sicht der VAE unter Präsident Barack Obama schrittweise aus der arabischen Welt zurückgezogen. Er warf der schiitischen Führung in Teheran vor, so zu tun, als seien schiitische Muslime in anderen Staaten "seine Staatsbürger".

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