Armee-Fotografin: Hilda Clayton hält Moment des eigenen Todes fest

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Genau in dem Moment hatte Clayton auf den Auslöser gedrückt.

Sie kam als 22-jährige Soldatin nach Afghanistan - bewaffnet nur mit einer Kamera und ausgebildet als "Combat Camera Soldier". Wenige Zentimeter vor dem Soldaten entwickelt sich ein Feuerball, Kleinteile und Staub spritzen in alle Richtungen.

Hilda Clayton habe nicht nur dabei geholfen, die amerikanisch-afghanischen Beziehungen zu stärken, sondern hat damit auch das Risiko auf sich genommen, getötet zu werden. Ein weiteres Foto eines ebenfalls verstorbenen afghanischen Kollegen, das auch veröffentlicht wurde, zeigt den Unfall aus einer anderen Perspektive. "Auch wenn nichts den Verlust ersetzen kann, hoffe ich, dass der Umstand Trost bietet, dass Oberstgefreite Clayton jeden Tag, den sie mit uns war, einen positiven Unterschied gemacht hat". Von ihm stammt das zweite Bild, das die "Army's Military Review" nun publik machte.

Die Fotografin Hilda Clayton war in Afghanistan eingesetzt, um mit ihrer Kamera für die US-Armee den Krieg festzuhalten. Hilda Clayton ist die erste Einsatzfotografin des US-Militärs in Afghanistan, die während ihrer Arbeit dort ums Leben kam. Die junge US-Soldatin hatte 2012 ihre Ausbildung bei der Defence Information School des US-Militärs abgeschlossen, wie damals der Augusta Chronicle berichtete. Sie spezialisierte sich auf die Dokumentation von Einsätzen.

Unmittelbar nach dem tödlichen Unfall fand ihr ehemaliger Vorgesetzter Bill Benson in einem offenen Brief berührende Worte über Hilda Clayton: "Sie hat jede Möglichkeit wahrgenommen, unsere Geschichte mit ihren Bildern zu erzählen". Clayton sei schon nach kurzer Zeit bei ihren Kameraden hoch angesehen gewesen und respektiert worden. "Sie ist bei dem gestorben, was sie liebte", schrieb Ehemann Chase Clayton auf Facebook. "Wir sehen uns im nächsten Leben wieder".

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