Comey schweigt - Rosenstein informiert Senat

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US-Medien interpretierten den Tweet so, dass sich Trump vor etwaigen Informationen Comeys unter Druck gesetzt fühlt. Die Gegner des US-Präsidenten vermuten, dass die Ermittlungen des FBI zu möglichen Russland-Kontakten von Trumps Umfeld der Auslöser waren. "Das FBI war vor einem Jahr in Aufruhr und hat sich bis heute nicht davon erholt", sagte Trump.

Nicht zu beneiden: Donald Trumps Regierungssprecher Sean Spicer muss ständig neue Begründungen für das Wirrwarr im Weißen Haus finden.

Trump versuchte, gravierende Unterschiede zwischen seinen Worten und den Darstellungen seiner Sprecher damit zu begründen, er sei ein sehr aktiver Präsident, und viele Dinge geschähen. In einer Nachricht, die der amerikanische Präsident auf dem Kurznachrichtendienst Twitter gepostet hatte, deutete er an, über Aufnahmen von Gesprächen mit Comey zu verfügen.

US-Präsident Donald Trump hat den von ihm entlassenen FBI-Direktor James Comey vor der heimlichen Weitergabe von Informationen gewarnt. Im Lichte der jüngsten Aussagen Trumps über die Sinnhaftigkeit der Briefings sollte Spicer am Freitag vor die Presse. In dem offiziellen Entlassungsschreiben für Comey erklärte Trump, er folge einer Empfehlung des Justizministeriums. Dann gibt Trump wenig später einem Fernsehsender ein Interview, in dem er beteuert, der Geschasste habe ihm versichert, gegen Trump werde in dieser Sache nicht ermittelt. Trump hatte ihn als "Angeber" und "Blender" bezeichnet.

Trumps abfällige Äußerungen über Comey haben unterdessen weiter Empörung ausgelöst. Das sagte der demokratische Senator Mark Warner am Freitag dem US-Sender MSNBC. Comey habe eine Einladung für Dienstag zu einer Sitzung hinter verschlossenen Türen nicht angenommen, sagten Mitarbeiter des Ausschusses. "Wir hoffen, dass er in nicht allzu ferner Zukunft Zeit finden wird, um zu kommen und zu unserem Ausschuss zu sprechen", füge Warner hinzu. Genannt wurden John Cornyn, der zweitranghöchste Republikaner im Senat, der FBI-Interimsdirektor Andrew McCabe, die Rechtsanwältin Alice Fisher, frühere Leiterin der Abteilung Kriminalität im Justizministerium, sowie Michael Garcia, Richter am Berufungsgericht des Staates New York. Außerdem, so McCabe, genoss Comey "breite Unterstützung in den Reihen des FBI - und tut das auch heute noch".

Zugleich drohte Trump gestern nach einer Serie von Widersprüchen und falschen Angaben in der Affäre mit einem Ende der täglichen Presseunterrichtungen des Weißen Hauses. Die Steuererklärungen zeigen nach Angaben der Anwälte kein Einkommen jedweder Art aus russischen Quellen. "So etwas wie "das Weiße Haus sagt" gibt es nicht mehr", hieß es beim Sender CNN. 2008 habe Trump in Florida Immobilien im Wert von 95 Millionen US-Dollar an einen russischen Milliardär verkauft.

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