"Seidenstraßen"-Gipfel startet mit Schwierigkeiten"

Einstellen Kommentar Drucken

Überschattet vom jüngsten nordkoreanischen Raketentest haben in Peking die Beratungen zu Chinas "Seidenstraßen"-Gipfel begonnen". Er stellte insgesamt 840 Milliarden Yuan, umgerechnet 111 Milliarden Euro, an Kapital aus verschiedenen Quellen in Aussicht.

Chinas Staatspräsident Xi Jinping argumentiert dagegen: "China will mit allen teilnehmenden Ländern freundschaftlich kooperieren". Die EU-Staaten wollten eine geplante gemeinsame Erklärung nach dem Dialog über Handelsfragen am Sonntag nicht mittragen.

Gastgeber China sei nicht bereit gewesen, europäische Anliegen aufzunehmen. Den Forderungen der Europäer sei nicht nachgekommen worden.

Die Ministerin setzte sich für freien Handel und mehr Marktzugang in China ein. Ausländische Unternehmen kritisieren jedoch immer wieder, dass China ihnen den Zugang zum chinesischen Markt erschwere. "Das ist nach wie vor ein Problem zwischen unseren Staaten".

Pünktlich zum Konferenz-Beginn wird ein neuer Raketentest gemeldet.

Auf dem Gipfel geht es um Chinas Pläne für die Entwicklung eines modernen Verbindungsnetzes mit Korridoren entlang der antiken Handelsrouten der "Seidenstraße". Für die Investitionen in Häfen, Straßen, Bahnstrecken und andere Infrastrukturpläne stellt China selbst Zig-Milliarden US-Dollar bereit. Darunter sind Russlands Präsident Wladimir Putin, der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan sowie die Regierungschefs aus Italien, Spanien und Griechenland. "Wir brauchen frische Ideen, die frei von Klischees sind".

Chinas Präsident warb für internationale Kooperation bei der Verwirklichung des Projekts.

UN-Generalsekretär António Guterres sprach sich für eine gerechtere Entwicklung in der Welt aus. Der Fonds war 2014 aufgesetzt worden, um unter anderem Infrastrukturprojekte internationaler Organisationen zu unterstützen, die sich an der Neuen Seidenstraße beteiligten. Die "Seidenstraßen"-Initiative habe "großes Potenzial". Hinter dem Anschlag werden Rebellen vermutet, die sich gegen die chinesische Präsenz wenden. Das Projekt gehört zum China-Pakistan-Korridors, der Xinjiang im Nordwesten Chinas mit der pakistanischen Küste verbindet.

Indien stört sich an dem Korridor, da er durch das von Indien beanspruchte Kaschmir läuft. Das Land boykottierte den "Seidenstraßen"-Gipfel, weil das "Projekt seine Kerninteressen bezüglich Souveränität und territoriale Integrität ignoriert". "Kein Land kann akzeptieren, dass ein Projekt seine Kerninteressen bezüglich Souveränität und territoriale Integrität ignoriert", sagte ein Außenamtssprecher in Neu Delhi.

Comments