Senatorin Larissa Waters: Erste Politikerin stillt in Australien ihr Baby

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Dennoch ist das Stillen in der Öffentlichkeit noch in vielen Ländern ein Problem und wird nicht selten verboten.

Sydney - In Australien hat eine Senatorin mit dem Stillen ihres Neugeborenen im Parlament Geschichte geschrieben.

Waters, die für die Grünen im Parlament sitzt, erinnerte nach der Stillmahlzeit für ihre Tochter daran, dass 2003 die Abgeordnete Kirstie Marshall das Parlament des Bundesstaates Victoria verlassen musste. Im Februar wurde diese Regelung außer Kraft gesetzt und die Senatorin Larissa Waters ist die erste Frau, die diese Änderung in Anspruch nimmt.

"Ich bin so stolz, dass meine Tochter Alia das erste Baby ist, das im nationalen Parlament gestillt wird", schrieb Waters auf Twitter. "Wir brauchen mehr Frauen und Eltern im Parlament", ruft sie auf und unterstreicht damit die Ziele, für die sie auch als Politikerin einsteht: familienfreundliche Arbeitsplätze, flexible Arbeitszeiten und günstigere Kinderbetreuung für alle Eltern. Vergangenes Jahr führte der Gesetzgeber wegen eines "Babybooms" neue Regeln ein - für ein familienfreundliches Parlament. Davor waren Kinder nämlich nicht im Parlament erlaubt.

Senatorenkollegin Katy Gallagher sieht das ähnlich: "Frauen werden weiterhin Babies bekommen und wenn sie ihren Job machen wollen und in die Arbeit gehen möchten und auf ihre Kinder aufpassen wollen. dann muss man in der Realität damit umgehen können".

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