Testete Nordkorea neuen Raketentyp?

Einstellen Kommentar Drucken

Mit dem Test einer neuen Rakete verschärft Machthaber Kim Jong Un erneut die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel. Das Geschoß sei 700 Kilometer weit geflogen, teilte das Militär am Sonntag mit. Das Geschoss sei am Sonntagmorgen in Kusong im Nordwesten des abgeschotteten Nachbarlandes abgefeuert worden, meldete die südkoreanische Armee. Nähere Angaben zum Typ der Rakete gab es zunächst nicht.

Die Rakete sei nach rund 30 Minuten Flug in das Japanische Meer gestürzt, sagte der japanische Chefkabinettssekretär, Yoshihide Suga.

Seoul Nordkorea hat offenbar wieder eine Rakete abgefeuert. UN-Resolutionen verbieten dem wegen seines Atomprogramms international isolierten Land den Test ballistischer Raketen. "Diese jüngste Provokation sollte als Ruf an alle Nationen dienen, viel stärkere Sanktionen gegen Nordkorea zu erlassen", erklärte das Weiße Haus. Nordkorea sei viel zu lange eine offenkundige Bedrohung gewesen. Es werde nun analysiert, um welchen Raketentyp es sich gehandelt habe.

Auch Japans Regierungschef Shinzo Abe verurteilte Nordkoreas Vorgehen und bezeichnete den Start der Rakete als "vollkommen inakzeptabel" und "ernste Bedrohung" für sein Land. Die Rakete sei nicht in Richtung Japan geflogen. Dies sei aber nur möglich, wenn die Führung in Pjöngjang ihr Verhalten ändere, teilte das Präsidialamt in Seoul mit. Der aktuelle Test war der erste seit dem Amtsantritt des neuen südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In. Nach Angaben seines Sprechers berief Moon seine Sicherheitsberater umgehend zu einer Krisensitzung ein. Die USA stünden weiterhin "eisern" an der Seite der Verbündeten Japan und Südkorea.

Nordkorea war in den vergangenen zwei Monaten vier Mal in Folge mit einem Raketentest gescheitert.

Trump hatte seit seinem Amtsantritt im Januar den Druck auf Pjöngjang erhöht. Seine Regierung schloss auch ein militärisches Vorgehen wegen des nordkoreanischen Atom- und Raketenprogramms nicht aus. Diese wären die ersten Verhandlungen zwischen den USA und Nordkorea seit 2008.

Eine hochrangige Diplomatin Nordkoreas erklärte am Samstag, auch Pjöngjang sei bereit, sich zu Verhandlungen mit der Trump-Regierung zu treffen, wenn die Umstände dafür feststünden.

Comments