USA drohen Nordkorea mit Verschärfung der Sanktionen

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Nach dem jüngsten Raketentest Nordkoreas haben die USA dem kommunistischen Land eine Verschärfung der Sanktionen angedroht.

Diese neuerliche Provokation sollte allen Nationen als Aufruf dienen, weitere Strafmaßnahmen gegen Pjöngjang in Kraft zu setzen, heißt es in einer Erklärung des Weißen Hauses in Washington. Südkorea, Japan und Deutschland verurteilten den Test, China und Russland äußerten ihre Sorge über die Entwicklung. US-Präsident Donald Trump könne sich deshalb nicht vorstellen, dass die Regierung in Moskau "darüber erfreut ist".

Nordkorea testete die Rakete am Sonntagmorgen (Ortszeit) trotz UN-Sanktionen und wachsenden Drucks der USA.

Um was für einen Raketentyp es sich handelte, war zunächst unklar. Südkoreanischen Militärangaben zufolge flog sie 700 Kilometer weit und stürzte vor der Ostküste Nordkoreas ins Meer. Moon hatte im Wahlkampf für eine Politik der Annäherung plädiert, aber Nordkorea auch vor weiteren Provokationen gewarnt.

Die Lage in der Region ist bereits nach zwei Atomversuchen und zahlreichen Raketentests Nordkoreas seit dem vergangenen Jahr sehr angespannt.

Für den neuen südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In, der erst vier Tage zuvor die Amtsgeschäfte übernommen hatte, ist der Raketentest eine politische Herausforderung. US-Präsident Trump hat auch eine militärische Option im Konflikt mit Pjöngjang nicht ausgeschlossen. "Selbst wenn ein Dialog möglich ist, sollten wir zeigen, dass dies nur dann möglich ist, wenn Nordkorea seine Haltung ändert", sagte Moon laut der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap bei einer Dringlichkeitssitzung des nationalen Sicherheitsrats.

Die USA befürchten, dass Nordkorea bei seinem Atomprogramm größere Fortschritte gemacht hat als bislang angenommen und nordkoreanische Atomraketen eines Tages das amerikanische Festland erreichen könnten. Er warnte das Nachbarland davor, die Situation falsch einzuschätzen.

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