"Endpiel" gegen Letten: "Schlacht bis zum bitteren Ende"

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Köln. Torhüter spielen im Eishockey immer eine wichtige Rolle.

Köln Eishockey-Bundestrainer Marco Sturm kann bei der Heim-WM auf den Einsatz der NHL-Profis Leon Draisaitl und Torhüter Philipp Grubauer hoffen.

Wieder gegen Lettland. Wieder ein Entscheidungsspiel. "Diese Posts zu liken, war ein Fehler, und ich entschuldige mich noch einmal in aller Form", zitierte die Zeitung Newsday den Keeper laut einem von seinem Klub New York Islanders veröffentlichten Statement.

Er hatte bei Instagram einen Vergleich von Hillary Clinton mit Adolf Hitler mit "Gefällt mir" markiert, seine Zustimmung nach einem Bericht des Deutschlandfunks jedoch rückgängig gemacht.

Nach dem gelungenen WM-Auftakt mit dem 2:1 gegen die USA gab es für die Deutschen gegen die Schweden und Russen erwartungsgemäß nichts zu holen. Offiziell wegen einer Oberkörperverletzung. Schon einige Minuten vor dem vom Weltverband vorgegebenen Trainingstermin fuhren Leon Draisaitl und Co. übers Kölner Eis, um sich auf das Alles-oder-Nichts-Spiel gegen Lettland am Dienstag (20.15 Uhr/Sport 1) einzustellen. "Er fühlt sich viel besser", berichtete Bundestrainer Marco Sturm nach dem Training am Montag, "er hat sich zu Hause bei der Familie gut erholt". Sturm sprach vom besten Spiel des Nationalteams unter seiner Verantwortung.

Dennoch stehen die Chancen für das deutsche Team gut. "Solche Spiele machen Riesenspaß", findet hingegen Kapitän Christian Ehrhoff: "Wenn uns jemand vor dem Turnier gesagt hätte, ihr habt ein Endspiel gegen Lettland ums Viertelfinale, hätten wir das sicher unterschrieben".

Am besten so wie vor acht Monaten in Riga: Beim 3:2 im entscheidenden Qualifikationsspiel für die Winterspiele 2018 gegen Lettland hatte Draisaitl die Führung erzielt und Grubauer den Sieg gesichert. "Sie sind disziplinierter, zwingen den Gegner zu Fehlern und schlagen dann eiskalt zu", erklärte Sturm. Ein Sieg bedeutet den Viertelfinal-Einzug, eine Niederlage das Ende der WM für die Gastgeber. Der 62-Jährige spricht seit seinem Amtsantritt im Sommer 2014 davon, dass das deutsche Eishockey 2026 so konkurrenzfähig sein will, dass es bei den großen Turnieren um Medaillen mitspielen kann. "Das ist ein Riesendruck, der auf der Mannschaft lastet". Draisaitl und der ebenfalls aus Nordamerika eingeflogene NHL-Goalie Philipp Grubauer (Washington Capitals), der statt Münchens Meisterkeeper Danny aus den Birken, der ungewohnt fehleranfällig spielt, den Kasten hüten könnte. So sind beide Teams nicht nur punktgleich, sondern sind auch in der Tordifferenz nahe beieinander: -3 steht bei Lettland zu Buche, -4 bei Deutschland. Schlüsselspieler sind vor allem Ausnahmestürmer Draisaitl und Torhüter Grubauer. "Sensationell, was er sofort für Impulse gegeben hat", schwärmte Reindl.

"Unsere Fans müssen so laut sein wie noch nie bei der WM", forderte Sturm von wieder knapp 19000 Zuschauern.

Es würde die WM perfekt machen. Auch das deutsche Powerplay ist mit 27,78 Prozent knapp erfolgreicher als das des Kontrahenten (27,27 Prozent).

DIE AUSSICHTEN: Wenn die deutsche Mannschaft weiterkommt, hat sie am Mittwoch einen spielfreien Tag und tritt am Donnerstag in Köln zum Viertelfinale an.

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