Wichtige Zeugin sagt im Mordprozess von Höxter aus

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Im Mordprozess um das sogenannte Horrorhaus von Höxter im deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen hat eine Zeugin den beiden Angeklagten schwere Vorwürfe gemacht und von monatelangen Qualen berichtet. Nachdem Wilfried W. (47) sie mit einer Schaufel vor den Kopf geschlagen habe, hätten ihre beiden Peiniger sie schließlich zurück in ihre Heimat nach Magdeburg geschickt, schilderte die Frau am Dienstag. "Wir haben noch die Geburtstage von Wilfried und Angelika gefeiert", sagte die 52-Jährige, die heute in Dessau lebt. "Nach dieser Backpfeife war mir klar, dass ich wie in einer Gefangenschaft lebe", sagte die 52-Jährige aus. Zwei Frauen aus Niedersachsen starben infolge der Quälereien, weitere Frauen entkamen.

In der Nacht habe sie nicht die Toilette benutzen dürfen und sich mit einer Katze das Katzenklo teilen müssen. Im Schweinestall kettete Angelika W. das Opfer mit Handschellen an. Einmal sprühte die Angeklagte der Frau Pfefferspray ins Gesicht.

Wilfried und Angelika W. sind wegen Mordes durch Unterlassen angeklagt. "Aber ich konnte natürlich nicht zurück nach Hause, denn die beiden haben mir meinen Pass, meine Schlüssel und meine EC-Karte abgenommen". Heute soll mit Christel P. aus Magdeburg eine Frau aussagen, die über einen längeren Zeitraum in dem Haus war und misshandelt wurde. "Davon habe ich noch heute Albträume, von dem Schlag und von seinem Lachen nach dem Schlag". Darin gestand sie ein, dass sie sich die Verletzungen selbst zugefügt habe.

"Wieder zuhause habe ich vor lauter Angst auf einer Matratze vor der Tür geschlafen und ich habe einen Schrank vor die Tür gestellt", sagte Christel P. aus.

Jahrelang ging die Frau daraufhin nicht zur Polizei. "Da bin ich zusammengebrochen". "Es waren beide zu gleichen Teilen", sagte die Betonbauerin auf die Frage, wer die treibende Kraft bei den Misshandlungen gewesen sei.

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