Ausschuss will gefeuerten FBI-Chef nächste Woche befragen

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Er war der direkte Amtsvorgänger von James Comey, den Trump in der vergangenen Woche feuerte. Trumps republikanischer Parteifreund und Kontrahent bei den Vorwahlen im vergangenen Jahr, Senator Marco Rubio, begrüßte dagegen die Einsetzung des unabhängigen Ermittlers.

Trump selbst hält die Vorwürfe für den Teil einer Schlammschlacht von Kritikern und Medien gegen ihn. "Ich glaube, es trifft unser Land sehr hart, weil es zeigt, dass wir gespalten sind, aufgerüttelt, ein nicht geeintes Land", sagte Trump. Er wolle sich nicht von seinen Zielen ablenken lassen. In Washington rief dies Stirnrunzeln hervor.

Nach neuen Enthüllungen zur Entlassung des FBI-Chefs hat sich US-Präsident Donald Trump als Opfer einer massiven Kampagne dargestellt. Das Weiße Haus erklärte, Comeys Darstellung des Vier-Augen-Gesprächs mit Trump vom 14. Februar sei falsch. Das Weiße Haus widersprach den Berichten. Sollte das stimmen, hätte der US-Präsident versucht, auf laufende Ermittlungen Einfluss zu nehmen.

Trump erklärte, der Schritt sei "sehr, sehr negativ". Sollte sich bestätigen, dass Comey tatsächlich eine solche Aufzeichnung anfertigte, sähe sich Trump dem Vorwurf der Strafvereitelung im Amt gegenüber.

Präsident Trump erklärte, er erwarte von den Ermittlungen eine Entlastung. Außerdem bat der Ausschuss das FBI, mögliche Aufzeichnungen zur Kommunikation zwischen Comey und Vertretern des Weißen Hauses vorzulegen. Die Republikaner stellen die Mehrheit in beiden Parlamentskammern.

Jetzt sprechen nicht nur die Demokraten im Repräsentantenhaus von einer drohenden "Amtsenthebung".

Mueller war von 2001 bis 2013 unter den Präsidenten George W. Bush und Barack Obama Direktor der US-Bundespolizei. Die Gesprächsnotiz hatte ein Comey-Vertrauter der "New York Times" in Auszügen vorgelesen. Der republikanische Vorsitzende des Aufsichtsausschusses im Abgeordnetenhaus, Jason Chaffetz, forderte in einem Brief den Übergangs-FBI-Chef Andrew McCabe auf, bis zum 24. Mai alle Dokumente und Aufnahmen herauszugeben. (.) Ich habe großes Vertrauen in die Unabhängigkeit und Integrität unserer Leute.

Es habe zuletzt viel Berichterstattung gegeben. Laut Anweisung von Rosenstein kann er auch "etwaige Angelegenheiten, die durch diese Ermittlungen direkt entstanden sind oder entstehen könnten", untersuchen.

Der Grund: Über sein Treffen mit Russlands Botschafter Sergej Kisljak hatte er zuvor die Unwahrheit gesagt - und somit Vizepräsident Mike Pence offen angelogen.

Dann sagt Trump: "Comey hat einfach keinen guten Job gemacht".

Der Präsident entließ Comey am 9. Mai fristlos.

Comey soll über diese Aufforderung des Präsidenten laut dem Fernsehsender CNN derart "entsetzt" gewesen sein, dass er ein Protokoll des Gesprächs verfasste.

Derweil bot Russland dem bedrängten US-Präsidenten ungewöhnliche Hilfe an. Trump hat das immer zurückgewiesen. Laut Medienberichten ist der von Trump geschasste FBI-Chef bekannt dafür, die Aussagen aus wichtigen Unterredungen schriftlich zu fixieren.

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