Auto rast am Times Square auf Gehweg - Eine Tote und 22 Verletzte

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Auf dem berühmten Times Square in New York ist am Donnerstag ein Auto in eine Menschenmenge gerast.

Es gibt keinerlei Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund. Eine junge Frau kam dabei ums Leben, mehr als 20 Menschen wurden verletzt.

Vier der Opfer waren nach der Tat noch in Lebensgefahr, wie Feuerwehrchef Daniel Nigro sagte. Ihre Überlebenschancen seien aber gut, sagte ein Sprecher der Feuerwehr.

Nach bisherigen Erkenntnissen hatte der Mann die Strasse mit seinem Auto auf der 42nd Street Ecke 7th Avenue verlassen und fuhr von dort aus über mehrere Strassenblocks mit hoher Geschwindigkeit auf dem Gehweg.

Der Mann fuhr nach Angaben aus Polizeikreisen in der Mittagszeit in falscher Richtung auf der 42. Straße am stets gut besuchten Times Square in Midtown.

Die Flucht ergreift der 26 Jahre alte Fahrer, ein Ex-Soldat der US-Marine aus dem Stadtteil Bronx, vergeblich: Mit festem Griff und schnellen Schritten wird er von NYPD-Beamten abgeführt.

Rojas versuchte vom Unfallort zu flüchten, wurde aber festgehalten. Der Mann habe psychische Probleme und habe Polizisten gesagt, dass er erwartet habe, von ihnen erschossen zu werden. Bei der Festnahme soll er keinen nüchternen Eindruck gemacht haben, berichtet die "New York Times" unter Berufung auf Strafverfolger. Ob er sein Auto absichtlich in die Menge steuerte, war zunächst unklar.

Gegen den Todesfahrer vom New Yorker Times Square wird laut einem Medienbericht wegen Mordes ermittelt. Die Ermittlungen dauerten an. New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo machte sich kurz nach den Berichten auf den Weg dorthin. De Blasio sprach den Opfern und den Angehörigen der Verstorbenen sein Beileid aus. "Es sind gefährliche Zeiten".

Rojas war schon zuvor polizeibekannt: 2008 und 2015 wurde er wegen Trunkenheit am Steuer festgenommen, und erst Anfang Mai wurde er wegen Bedrohungen in Gewahrsam genommen. Zuletzt war er auf dem Stützpunkt in Jacksonville in Florida stationiert. Auch Präsident Donald Trump wird über die Lage informiert. Das gab der New Yorker Bürgermeister Bill de Blasio am Donnerstag rund zwei Stunden nach dem Vorfall bekannt. Aufnahmen von TV-Sendern zeigten ein Auto, das auf Pollern vor einer Verkehrsinsel hängen geblieben war. In der Gegend liegen Büros, Geschäfte sowie viele Theater und Restaurants. Den Platz überqueren nach Zählungen der Times Square Alliance täglich rund 300 000 Menschen. Die Polizei sperrte den Bereich großräumig ab.

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