Bericht: Hinweise auf rechtes Netzwerk an Bundeswehr-Universität München

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Studenten und Absolventen der Bundeswehr-Universität München in Neubiberg sollen nach SZ-Informationen Verbindungen zur rechtsextremen sogenannten Identitären Bewegung haben. Recherchen der Süddeutschen Zeitung zufolge gibt es zahlreiche Verbindungen zwischen Studenten und Absolventen der in Neubiberg angesiedelten Universität und der rechtsextremen sogenannten Identitären Bewegung, die vom Verfassungsschutz beobachtet wird.

Unter Studenten der Bundeswehr-Universität München besteht womöglich seit Jahren ein rechtsextremes Netzwerk.

Die Zeitung schreibt unter Berufung auf den Verteidigungsausschuss des Bundestags, der Militärische Abschirmdienst (MAD) überprüfe, ob vier Studenten Rechtsextreme seien. Die Identitäre Bewegung wird vom Verfassungsschutz beobachtet.

Der Nachrichtendienst muss unter anderem ermitteln, ob die Studenten auch Kontakt hatten zum terrorverdächtigen Oberleutnant Franco A. oder zu seinem mutmaßlichen Komplizen Maximilian T., der an der Bundeswehr-Universität studierte. Sie beiden Soldaten werden verdächtigt, einen Anschlag geplant zu haben. Die Gruppe ist insbesondere im Internet aktiv, mache aber zunehmend aber auch durch fremdenfeindliche Aktionen auf der Straße auf sich aufmerksam.

Insgesamt hat der MAD den Angaben zufolge elf Studierende im Visier, von denen einige Kontakte zur Burschenschaft "Danubia "haben sollen". G. ist einer der vier Münchener Studenten mit Verbindungen zur "Identitäten Verbindung".

Felix S. verbarg seine politische Gesinnung nicht vor seinem Arbeitgeber.

S. publiziert auch beim "Institut für Staatspolitik", einer Denkfabrik der "Neuen Rechten". "Sinn des Soldaten" sei "töten und sterben", behauptet er. Zusammen mit seinen Neubiberger Mitstreitern veröffentlichte S. einen von der Stiftung des Deutschen Bundeswehrverbandes unterstützten Sammelband zum "Soldatentum". Weder der MAD noch die Universität äußerten sich dazu.

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