G20-Gipfel in Hamburg: Steigt Trump in Berlin ab?

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Nachdem das Hamburger Nobel-Hotel "Vier Jahreszeiten" Donald Trump und seiner Delegation für den bevorstehenden G-20-Gipfel eine Absage erteilte, soll der US-Präsident jetzt ein Hotel in Berlin gebucht haben. Trump müsste also während des G20-Gipfels morgens von Berlin nach Hamburg reisen und abends wieder zurück.

Das Hotel "Vier Jahreszeiten", ein unter Staatsgästen angesagte Bleibe in Hamburg, hatte dem 70-Järhigen abgesagt. Sie erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur dpa, Trump würde nicht im "Intercontinental" übernachten: "Eigentlich äußern wir uns nicht zu unseren Gästen - in diesem Fall sagen wir aber klar: Nein, er wohnt nicht bei uns".

Die offiziellen Stellen gaben sich bisher verschwiegen und machten weiterhin ein Geheimnis aus dem Ort. Möglich wäre aber auch ein Hotel in der weiteren Umgebung von Hamburg. Ein Großteil der Amerikaner könnte in Hamburg wohnen - der Präsident aber nicht. Der Helikopter kommt für Trump nicht in Frage, denn das "Intercontinental" hat keinen entsprechenden Start- und Landeplatz.

Logistisch bedeutetet dies eine große Herausforderung: Sowohl für Trump und seine rund 600 eigenen Mitarbeiter als auch für die Berliner Polizei, die nun umplanen muss. Bislang sollten etwa 3000 Polizisten aus der Hauptstadt ihre Kollegen in Hamburg verstärken. Mit Trumps Reiseplänen werden nun allerdings viele von ihnen in Berlin gebraucht.

► Bundeskanzlerin Angela Merkel (62, CDU) checkt mit ihrer Delegation während des Gipfels im Hotel Atlantic Kempinski an der Alster ein, wie das "Abendblatt" berichtet. Das Hilton-Hotel "Curio" beherbergt Gäste aus Brasilien, Großbritannien, Vietnam und Indien. Die Chinesen haben sich das "Grand Elysée" ausgesucht. Saudi-Arabien reservierte das "Westin" in der Elbphilharmonie.

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