Japans Regierung bringt Gesetz zur Abdankung des Kaisers auf den Weg

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Doch die Sicherung der Thronfolge ist in Gefahr.

Das Gesetz wurde, das berichtet die "Japantimes", spezifisch für den aktuellen Kaiser entworfen, um nachfolgende Monarchen daran zu hindern, einen ähnlichen Weg gehen zu wollen. Regierungssprecher Yoshihide Suga sagte, er erwarte eine zügige Verabschiedung des Abdankungsgesetzes, das sich nur auf Akihito bezieht.

Japan steht die erste Abdankung in 200 Jahren bevor: Am Freitag (19. Mai) soll der Gesetzentwurf im Parlament vorgelegt werden, damit es das Gesetz auf den Weg gebracht werden kann, das Kaiser Akihito die Abdankung erlaubt. Nach Vorstellung der Regierung könnte Akihitos mit dem neuen Gesetz an seinem 85. Geburtstag im Dezember 2018 abdanken. Im vergangenen Sommer war aus dem Palast verlautet, dass der Kaiser über eine Abdankung nachdenke, Akihito selbst wies auf sein hohes Alter und seine Gesundheit hin. Tritt er effektiv zurück, würde sein ältester Sohn, der 57-jährige Kronprinz Naruhito, folgen. Die Bevölkerung Japans ist mit dem Wunsch ihres Kaisers einverstanden: Umfragen ergeben, dass 90 Prozent das Sondergesetz befürworten. Durch ein Sondergesetz verhindert die Regierung, dass künftige Kaiser ebenfalls zu Lebzeiten abdanken könnten. Nach geltendem Recht dürfen nur Männer auf den Chrysanthementhron. Außerdem nimmt die Zahl der kaiserlichen Familienmitglieder ab. Nach dem Haushofgesetz verlieren weibliche Mitglieder der Monarchenfamilie in Japan ihren Status als Angehörige des Hofes, wenn sie einen Bürgerlichen heiraten.

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