Michael Groschek soll neuer SPD-Chef in Nordrhein-Westfalen werden

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CDU und FDP wollen in Nordrhein-Westfalen über die Bildung einer schwarz-gelben Koalition verhandeln. Er habe auch die Absicht, NRW "stärker gegenüber dem Bund zu positionieren", sagte Laschet.

Für Koalitionsgespräche hatten beide Seiten zuletzt unterschiedliche Akzente gesetzt: Während Laschet vor allem die innere Sicherheit als möglichen Streitpunkt zwischen CDU und FDP genannt hatte, sah Lindner insbesondere die Energie- und die Wirtschaftspolitik als Konfliktfeld. Eine schwarz-gelbe Koalition hätte aber nur eine Stimme Mehrheit im Landtag.

Nach dem Debakel bei der Landtagswahl am vergangenen Wochenende ist Hannelore Kraft von ihrem Vorsitz der Landes-SPD zurückgetreten. In Anwesenheit des Bundesvorsitzenden und Kanzlerkandidaten Martin Schulz wollen die Führungsgremien über einen Nachfolger für Hannelore Kraft diskutieren. Von 2002 bis 2012 war der verheiratete Vater von zwei Kindern Generalsekretär der Landes-SPD.

Groschek muss nun von einem Landesparteitag am 10. Juni gewählt werden.

Düsseldorf. Die NRW-SPD berät am Freitag über einen neuen Landesvorsitzenden. Zudem müsse er enttäuschte Wahlkämpfer und eine ernüchterte Mitgliedschaft insgesamt wieder aufbauen und aufmuntern, wo nötig aber auch antreiben. Er übernehme damit "Verantwortung für das Wahlresultat", hatte Stinka erklärt.

Die SPD-Spitze in Nordrhein-Westfalen setzt nach der Wahlniederlage nicht auf ein neues Gesicht. Nach einer Auswertung der Bertelsmann-Stiftung haben davon vor allem CDU und FDP profitiert. "Je wirtschaftlich schwächer ein Stimmbezirk geprägt ist, umso geringer ist dort die Wahlbeteiligung", beklagen die Autoren der Bertelsmann-Stiftung in ihrer Studie.

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